Wirtschaft

59 Monate Genehmigungszeit EnBW kritisiert Energiewende-Bürokratie

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Damit umweltfreundlicher Strom jederzeit verfügbar ist, müsste sich die Zahl der Solar- und Windanlagen verdoppeln, meint EnBW-Chef Mastiaux.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Stromversorger haben sich mit der Energiewende abgefunden, allerdings geht diese für EnBW-Chef Mastiaux nicht schnell genug voran. Vor allem die Dauer der Genehmigungsverfahren ist dem Konzernvorsitzenden ein Dorn im Auge.

Der Chef des Stromkonzerns EnBW, Frank Mastiaux, hat die Weichenstellungen zur Energiewende und zum Umstieg zur Elektromobilität kritisiert. "Das dauert alles zu lange", sagte Mastiaux der "Süddeutschen Zeitung".

Der Windkraftausbau sei völlig zum Erliegen gekommen wegen absolut inakzeptabler Genehmigungszeiten: "Wir brauchen mittlerweile 59 Monate, bis wir mal eine Windkraftanlage errichten können." Dabei sei mindestens eine Verdopplung der Kapazitäten von Windrädern und Solaranlagen nötig, um jederzeit umweltfreundlichen Strom aus der Steckdose zu bekommen.

Bei der Elektromobilität fehlten immer noch technische und gesetzliche Standards, um eine große Zahl von E-Autos mit Strom zu versorgen, ohne dass die Netze überlastet würden, sagte der EnBW-Chef dem Blatt weiter. Zugleich gebe es beim Ausbau der Ladeinfrastruktur gesetzliche Hürden, die zum Teil überhaupt nicht nachvollziehbar seien. Die E-Autos schließlich genügten immer noch nicht den Anforderungen von Vielfahrern wie ihm selbst.

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Quelle: n-tv.de, bad/rts

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