Wirtschaft

Sondereffekt frisst Gewinn EnBW trifft die Prognosen

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EnBW betreibt unter anderem den Windpark "Baltic 2" vor Rügen

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Energieriese EnBW trifft operativ genau die Mitte der angepeilten Spanne. In diesem Jahr soll das Wachstum erneut moderat ausfallen. Vor allem Netze und Erneuerbare sollen liefern.

Der Energieversorger EnBW hat trotz einem von schwierigen Windverhältnissen und Niedrigwasser geprägten Geschäft mit erneuerbaren Energien das operative Ergebnis gesteigert. Der Anstieg entsprach knapp der Mitte der in Aussicht gestellten Spanne. Ein Sondereffekt ließ den Gewinn unter dem Strich einbrechen. Die Aktionäre sollen dennoch eine um 15 Cent höhere Dividende von 65 Cent je Aktie bekommen. Für 2019 und darüber hinaus zeigt sich das Management zuversichtlich.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 2,1 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. ENBW selbst hatte ein Wachstum von 0 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt, auch nach einer unterjährigen Gewinnwarnung für das Erneuerbaren-Geschäft. In dem Bereich lag das Ergebnis zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Segmente Erzeugung und Handel sowie Netze konnten den Rückgang ausgleichen.

Der bereinigte Konzernüberschuss sackte um 45 Prozent auf 438 Millionen Euro ab. Im Vorjahr hatte der Konzern durch den Verkauf von Wertpapieren zur Vorbereitung der Zahlung an den Kernenergie-Fonds Geld eingenommen. Unter dem Strich brach der Gewinn um 84 Prozent auf 334 Millionen Euro ein.

2020 soll 2012er-Niveau erreicht sein

Im laufenden Jahr rechnet EnBW mit einem bereinigten Ebitda von 2,35 bis 2,5 Milliarden Euro. Damit dürfte der Konzern das mittelfristige Ziel, bis 2020 einen operativen Gewinn auf dem Niveau von 2012 in Höhe von 2,4 Milliarden zu erreichen, vorzeitig schaffen. "Wir gehen sogar davon aus, dieses ambitionierte Ergebnisziel in 2020 zu übertreffen", sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer.

Vor allem die Bereiche Netze und Erneuerbare Energien sollen zum Anstieg beitragen. Auch das für 2019 angestrebte vorzeitige Erreichen des Effizienzziels von 650 Millionen Euro werde sich positiv auswirken. Einen leichten Ergebnisrückgang werde ENBW wohl im Bereich konventionelle Erzeugung und Handel verbuchen.

Über 2020 hinaus peilt ENBW weiteres Wachstum an. "Konkret wollen wir 2025 ein Ergebnis von mehr als drei Milliarden Euro erzielen", sagte Vorstandschef Frank Mastiaux. "Das wäre mehr, als dieses Unternehmen je wirtschaftlich erreicht hat." Der Konzern werde 2021 bis 2025 etwa 12 Milliarden Euro investieren und voraussichtlich 3600 Mitarbeiter einstellen.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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