Wirtschaft

Gewinn gesteigert Engpässe bremsen Adidas aus

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Adidas kann der Nachfrage teilweise nicht nachkommen.

(Foto: REUTERS)

Der Sportartikel-Hersteller Adidas steigert dank Margenverbesserungen und Reebok im vierten Quartal seinen Gewinn. Doch der Konzern hat auch ein Problem, denn die Nachfrage wird von Produktionsengpässen etwas ausgebremst.

Adidas hat auch im vierten Quartal deutlich mehr verdient. Auch wegen der Rückkehr der Fitnesstochter Reebok zur Profitabilität erreichte der DAX-Konzern im Gesamtjahr das obere Ende der Gewinnziele. Der Gewinn soll bei Adidas 2019 um zehn bis 14 Prozent auf 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro steigen. Analysten erwarten im Schnitt 1,93 Milliarden.

Im vergangenen Jahr hat Adidas den Umsatz währungsbereinigt um acht Prozent auf 21,9 Milliarden Euro gesteigert. In Euro lag das Plus aber nur bei drei Prozent. "Das war mit Abstand das beste Jahr in der Geschichte von Adidas", sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Die Dividende soll auf 3,35 (2,60) Euro je Aktie steigen.

Doch beim weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzern gibt es auch ein Problem: Adidas wird in diesem Jahr von Produktionsengpässen ausgebremst. Die Nachfrage im mittleren Preissegment sei so hoch, dass sie zumindest im ersten Halbjahr "nicht sofort vollständig bedient werden" könne, räumte das Unternehmen zur Bilanzpressekonferenz in Herzogenaurach ein. Dadurch werde das Umsatzwachstum in diesem Jahr um ein bis zwei Prozentpunkte geringer ausfallen. Die meisten Sporttextilien weltweit werden in Asien gefertigt. Konkurrenten wie Nike und Puma haben bisher nicht über Produktionsengpässe berichtet.

Händler reagieren auf die Zahlen verhalten: "Ein Trigger für neue Allzeithochs sind die Zahlen nicht", sagt ein Händler. Der Kurs habe zuletzt wieder viele positive Entwicklungen vorweggenommen. Auch die überraschend hohe Dividende ändere daran nichts, denn Adidas sei keine Aktie, die wegen der Dividende gekauft werde. Zudem liege das Betriebsergebnis des vierten Quartals unter den Erwartungen, ein "Schönheitsfehler", wie ein Händler sagt. Der Kurs werde sich wohl mit dem Markt entwickeln.

Quelle: n-tv.de, sgu/DJ/rts

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