Wirtschaft

Polen fordert Pipeline-Stopp Eon beharrt auf Nord Stream 1

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Die Pipeline Nord Stream 1 wurde 2011 eingeweiht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat der bereits fertiggestellten Pipeline Nord Stream 2 ein jähes Ende beschert. Durch die Vorgängerin Nord Stream 1 fließt derweil weiterhin russisches Gas. Trotz anderweitiger politischer Forderungen soll das auch so bleiben, sagt das Energieunternehmen Eon.

Der Eon-Konzern lehnt die Forderung Polens nach einem Stopp für die Gas-Pipeline Nord Stream 1 ab. "Bei Nord Stream 1 handelt es sich um eine genehmigte und voll operative Gas-Importleitung. Insgesamt sehen wir Nord Stream 1 regulatorisch vollkommen unterschiedlich zu den laufenden Diskussionen um die Nord Stream 2-Leitung, an der wir als Eon nicht beteiligt sind", sagte ein Eon-Sprecher der "Rheinischen Post". Eon ist mit 15,5 Prozent an Nord Stream 1 beteiligt.

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Eons Vergütung sei unabhängig von den Durchleitungen: "Wir bekommen eine feste Vergütung auf das investierte Kapital, unabhängig davon, wie viel Erdgas tatsächlich durchgeleitet wird", sagte der Sprecher weiter. "Nach Informationen des Betreibers von Nord Stream 1 wurde die Leitungskapazität sowohl im letzten als auch vorletzten Jahr voll ausgelastet." Eon hat die Beteiligung als einen Baustein in sein Pensionsvermögen eingebracht.

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki hatte am Samstag gefordert, nach dem Stopp von Nord Stream 2 auch Nord Stream 1 stillzulegen. Russland hatte am Donnerstag einen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet. Als Reaktion darauf hatte die Bundesregierung unter anderem das Zulassungsverfahren für die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2, die russisches Gas durch die Ostsee leiten soll, auf Eis gelegt.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP

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