Wirtschaft

Mehr als 80.000 Bewerber Erntehelfer kommen erstmals aus Georgien

236666224.jpg

Die ersten Spargelstangen blicken auf einem Spargelfeld bei Feuerbach aus der Erde.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im vergangenen Jahr schrumpft die Spargelernte, weil viele Erntehelfer wegen des ersten Corona-Lockdowns nicht nach Deutschland kommen können. Das ist dieses Jahr anders. Erstmals greift eine Vereinbarung der Bundesagentur für Arbeit mit der früheren Sowjetrepublik Georgien.

Zur Spargel- und Erdbeerernte werden in Deutschland erstmals Erntehelfer aus Georgien eingesetzt. Bis zu 5000 Männer und Frauen aus der ehemaligen Sowjetrepublik sollen in den nächsten Wochen auf der Grundlage einer Vermittlungsvereinbarung zwischen den georgischen Behörden und der Bundesagentur für Arbeit auf Feldern vor allem in Baden-Württemberg und Brandenburg eingesetzt werden, teilte die Bundesagentur mit.

Nach Angaben des Verbandes ostdeutscher Spargelbauern hatten sich mehr als 80.000 Georgier für die Jobs auf deutschen Feldern beworben. Das sind mehr als zwei Prozent der georgischen Bevölkerung. Die Zahl von 5000 könne bei Bedarf auch noch aufgestockt werden, sagte ein Sprecher der Bundesagentur. Die Spargelbauern müssten den gesetzlichen Mindestlohn zahlen, Kosten für die An- und Abreise dürften damit nicht verrechnet werden. Für die Arbeitsaufenthalte brauchen die Georgier kein Visum.

Die Spargelbauern in Deutschland hatten im vergangenen Jahr große Probleme bei der Ernte, weil im Zuge des ersten Corona-Lockdowns die dringend benötigten Erntehelfer, etwa aus Polen und Rumänien, nicht kommen konnten. Obwohl sich zahlreiche Freiwillige, darunter Studierende, für die schwere Feldarbeit gemeldet hatten, musste ein Teil der Ernte ausfallen. Allein in Berlin und Brandenburg war der Spargelertrag um 17 Prozent zurückgegangen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.