Wirtschaft

Regeln vor US-Wahl 2020 Facebook will Transparenz verbessern

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Das soziale Netzwerk ist seit 2004 online.

(Foto: picture alliance/dpa)

Werbung, die kaum als solche erkennbar ist? Damit macht Facebook jetzt Schluss. Werbekunden müssen künftig mehr Informationen preisgeben und Nutzern deutlich zeigen, dass es sich um eine bezahlte Anzeige handelt. Damit reagiert Facebook auf die Ereignisse rund um die US-Präsidentschaftswahl 2016.

Facebook will vor der US-Präsidentschaftswahl 2020 seine Transparenz bei Wahlwerbung verstärken. "Die Menschen sollten wissen, wer versucht, ihre Wahl zu beeinflussen, und Werbekunden sollten nicht in der Lage sein zu verschleiern, wer für die Anzeigen zahlt", teilte das soziale Netzwerk auf seinem US-Blog mit.

Das US-Unternehmen von Mark Zuckerberg war seit dem Skandal um mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 zunehmend unter Druck geraten, seine Transparenz zu verbessern. Ab Mitte September werden demnach strengere Regeln für den Autorisierungsprozess für US-Werbekunden gelten. Künftig müssten diese mehr Informationen über ihre Organisation preisgeben, um zugelassen zu werden, hieß es. Sollten sie den neuen Regeln bis Mitte Oktober nicht Folge leisten, würden ihre Werbeanzeigen gestoppt, teilte Facebook mit.

Grund für die Verschärfung der Regeln sei unter anderem, dass Werbekunden in einigen Fällen versucht hätten, irreführende Disclaimer mit dem Hinweis "Bezahlt von" auf ihren Anzeigen zu führen. Mit dem Schritt wolle man es Anzeigenkunden schwerer machen zu verstecken, wer sich hinter der Werbung verberge, teilte Facebook mit.

Auch in Deutschland müssen Personen oder Organisationen, die Wahlwerbung schalten, einen Disclaimer erstellen, der auf der jeweiligen Anzeige zu sehen ist. Dieser darf laut dem Unternehmen "nicht die Formulierung "Bezahlt von" enthalten", da dieser Hinweis bereits von Facebook selbst verwendet werde.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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