Wirtschaft

Millionenvergleich in Österreich Familie Schlecker zahlt Schadensersatz

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Anton Schlecker (2.v.l) im Mai 2017 mit seiner Frau Christina (r) und seinen Kindern Meike (l) und Lars (2.v.r).

(Foto: picture alliance / Thomas Warnac)

Sechs Jahre nach der Schlecker-Pleite beschäftigen die ominösen Geldtransaktionen von Drogerie-Chef Anton Schlecker vor dem Bankrott immer noch die Gerichte. In Österreich zeigen sich Ehefrau und Kinder zahlungsbereit.

Die Familie des einstigen Drogeriemarktkönigs Anton Schlecker muss in Österreich laut einem Pressebericht Millionen zahlen. Wie "Bild am Sonntag" (BamS) berichtet, haben Christa, Meike und Lars Schlecker sich vor dem Landgericht Linz auf einen Vergleich geeinigt.

"Das Verfahren wurde mit einem Vergleich abgeschlossen. Über die Summe haben die Parteien Stillschweigen vereinbart", sagte Vize-Präsidentin Amalia Berger-Lehner dem Blatt.

Der Insolvenzverwalter der Schlecker-Nachfolgefirma Dayli hatte im Januar 2017 Klage gegen die Ehefrau Christa sowie die Kinder Meike und Lars Schlecker eingereicht. Darin forderte er 20 Millionen Euro Schadenersatz. Seine Begründung: Die drei hätten als Aufsichtsrat zugelassen, dass zwischen 2008 und 2011 insgesamt 174 Millionen Euro von der Tochter in Österreich an die deutsche Muttergesellschaft abgeflossen seien.

Ohne diese "unzulässigen Darlehen" wäre das Überleben von Dayli leichter gewesen. Nach der Schlecker-Pleite hatte Dayli im August 2012 rund 1000 Filialen in Österreich übernommen. Ein knappes Jahr später musste auch Dayli Insolvenz anmelden. Die 3500 Beschäftigten standen ohne Job da. Dayli war eine der größten Pleiten Österreichs.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ

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