Wirtschaft

Rekordwerte vom Arbeitsmarkt Fast 45 Millionen Beschäftigte

2018 war das beste Jahr am Arbeitsmarkt seit der Wiedervereinigung. Das Jobplus gleicht sogar den demografischen Effekt aus. Inzwischen dauert der Aufschwung mehr als ein Jahrzehnt.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr in Bestform gezeigt: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2018 auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Jahresdurchschnitt waren rund 44,8 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren den vorläufigen Berechnungen zufolge 562.000 Menschen oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nach Angaben der Statistiker glichen sowohl eine "gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte" negative demografische Effekte durch die Alterung der Gesellschaft aus. Insgesamt habe sich damit der nun seit 13 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fortgesetzt. 2017 hatte die Zuwachsrate 1,4 Prozent betragen.

Weniger Selbstständige

Die meisten neuen Stellen, die 2018 besetzt wurden, gab es mit einem Plus von 384.000 (1,2 Prozent) im Dienstleistungsbereich. Den absolut größten absoluten Anteil daran hatten wiederum die Öffentlichen Dienstleister, sowie die Bereiche Erziehung und Gesundheit mit einem Anstieg um 190.000 Erwerbstätige (1,7 Prozent). Im produzierenden Gewerbe fiel der Anstieg mit 1,7 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich aus (plus 139.000 Erwerbstätige); im Baugewerbe betrug der Zuwachs 1,5 Prozent (37.000 Erwerbstätige).

Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war dem Bundesamt zufolge die gestiegene Zahl der Arbeitnehmer - sie wuchs im Jahresdurchschnitt um 638.000 Menschen (plus 1,6 Prozent) und überstieg damit erstmals die 40-Millionen-Marke.

Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Beschäftigten erneut rückläufig. Hierzu gehören auch die geringfügig Beschäftigten. Auch die Zahl der Selbstständigen sank 2018. Sie ging im Jahresdurchschnitt auf 4,22 Millionen zurück (minus 1,8 Prozent). Weniger Selbstständige hatte es mit 4,12 Millionen zuletzt im Jahr 2003 gegeben.

Arbeitslosigkeit sinkt

Während der Arbeitsmarkt boomt und Wirtschaftsverbände immer wieder vor einem Engpass bei Fachkräften warnen, gibt es in Deutschland indes immer weniger Erwerbslose: Nach vorläufigen Schätzungen der Statistiker sank die Zahl 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 130.000 Menschen (minus 8,0 Prozent) auf knapp 1,5 Millionen.

Die Erwerbslosenquote ging damit gegenüber 2017 von 3,5 Prozent auf 3,2 Prozent zurück. Das Statistikamt nutzt zur Berechnung die international vergleichbare Definition und kommt daher zu anderen Ergebnissen als die Bundesagentur für Arbeit. Diese hatte die Arbeitslosenquote zuletzt mit 4,8 Prozent angegeben.

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Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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