Wirtschaft

US-Wirtschaft wächst "solide" Fed lässt Leitzins unverändert

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Die Fed will die bisherige Zinspolitik erstmal abwarten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach vier Erhöhungen im vergangenen Jahr lässt die US-Notenbank Fed den Leitzins nun auf seinem bisherigen Niveau. Experten sehen darin ein Signal für eine längere Zinspause der Federal Reserve.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins nach der Januar-Sitzung ihres Offenmarktausschusses erwartungsgemäß nicht erhöht. Notenbankchef Jerome Powell hatte bereits im Dezember für das Jahr 2019 nur zwei Anhebungen in Aussicht gestellt - nach vier Zinserhöhungen im vergangenen Jahr. Die Kurse an der Wall Street legten nach dem Zinsentscheid zu, der Dollar gab zum Euro nach.

In der neuen Mitteilung ist kein Hinweis mehr auf Anhebungen enthalten. Die Federal Funds Rate - der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht gegenseitig Geld leihen - bleibt damit zunächst in einem Korridor von 2,25 bis 2,5 Prozent. Zudem senkte die Notenbank ihre Einschätzung zur Wirtschaftslage; danach wächst die Wirtschaft nur "solide" und nicht "stark".

Zugleich signalisierte die Fed, dass sie bei Entscheidungen über künftige Zinsschritte "geduldig" agieren werde. Angesichts auslaufender Schubwirkung der radikalen Steuerreform und möglicher Bremseffekte durch den von US-Präsident Donald Trump befeuerten Handelskonflikt wird mit einer Abkühlung der Konjunktur gerechnet. "Das Ende des Leitzinserhöhungszyklus rückt näher. Die unsichere Wirtschaftslage und Sorgen um die Finanzmarktstabilität werden wohl auch künftig Geduld verlangen", so Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe.

An den Märkten wird damit gerechnet, dass die Fed für eine längere Zeit untätig bleiben wird, um die Wirkungen der schon erfolgten Zinserhöhungen abzuwarten. Powell hatte zuletzt seine Flexibilität bei der Geldpolitik herausgestellt; die Fed würde so reagieren, wie es die jeweilige Konjunkturlage erfordert.

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Quelle: n-tv.de, sgu/DJ/dpa/rts

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