Wirtschaft

BMW und Mercedes brechen ein Feiertage drücken Zahl der Neuzulassungen

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305.000 Neuzulassungen im Mai 2018 - deutlich weniger als noch im Vorjahr.

(Foto: imago/Sven Simon)

Im Mai werden fast sechs Prozent weniger Neuwagen in Deutschland angemeldet als noch vor einem Jahr. Der Einbruch ist stärker als erwartet - besonders bei Mercedes und BMW. Schuld ist vor allem der Kalender.

Der Pkw-Markt ist in Deutschland im Mai wegen mehrerer Feiertage im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. 305.000 Neuzulassungen sind 5,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Einmal mehr sank vor allem die Zahl neuer Diesel. Insgesamt wurden damit in den ersten fünf Monaten knapp 1,5 Millionen Neuwagen zugelassen - ein Plus von 2,6 Prozent.

Nach Berechnung des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) gab es fast zwei Arbeitstage weniger als im Mai 2017. Ohne diesen Effekt wäre die Zulassungszahl um zwei Prozent gestiegen. "Der deutsche Pkw-Markt zeigt sich weiterhin in solider Verfassung, auch wenn Feier- und Brückentage die Dynamik des Privatmarktes etwas gebremst haben", erklärte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel.

Der Trend weg vom Diesel hielt im Mai an: Die Zahl neu registrierter Selbstzünder sank um rund 27 Prozent, während die der Pkw mit Benzinmotoren um sechs Prozent stiegen. Der Marktanteil von Dieselfahrzeugen lag bei 31 Prozent, der von Benzinern bei 64 Prozent.

BMW und Mercedes mit starken Einbußen

Gegen den Trend erzielte die Marke Volkswagen im Mai ein Wachstum von 5,8 Prozent auf 63.835 Autos. Auch BMW-Tochter Mini konnte ein Plus von 2,5 Prozent vorweisen. Die deutschen Premiummarken verloren jedoch. Das Minus bei der VW-Tochter Audi hielt sich mit 0,4 Prozent noch in Grenzen. BMW (minus 15,8 Prozent) und Mercedes (minus 13,3 Prozent) deutliche Rückgänge um mehr als zehn Prozent hinnehmen.

Bei den Importmarken zeigten DS (+45,2 Prozent), Jeep (+29,1), Subaru (+13,0) und Dacia (+10,8) die größten Aufwärtsbewegungen. Skoda verzeichnete 5,9 Prozent mehr Anmeldungen von Neuwagen, gefolgt von Renault mit einem Anteil von 3,8 Prozent und Seat mit einem Anteil von 3,4 Prozent.

Trend der Diesel-Abkehr

Auch Dieselautos werden in Deutschland immer unbeliebter. Das geht aus den jüngsten Zulassungs- und Förderzahlen hervor. Die Zahl neu zugelassener Diesel im Mai im Vergleich zum Vorjahr ging um 27,2 Prozent zurück.

Die Elektrofahrbranche kann jedoch nicht davon profitieren. Für E-Autos gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im gleichen Zeitraum nur 2873 Anträge auf die staatliche Prämie zur Verkaufsförderung ein, wie die Behörde mit Sitz im hessischen Eschborn mitteilte. Vom Trend der Diesel-Abkehr profitierte der Markt für Benziner. Im Vergleich zum Mai 2017 stieg der Absatz um 6,0 Prozent auf insgesamt 64,0 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/DJ/rts