Wirtschaft

Fachkräftemangel ist immens Firmen lassen Milliarden liegen

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Die Firma Samson hat 30 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge geschaffen.

(Foto: dpa)

Der deutsche Mittelstand klagt über fehlende Fachkräfte und büßt daher laut einer Studie jährlich Milliarden ein. Betroffen sind vor allem der Kraftfahrzeugbau und die Elektrotechnik. Doch die Manager sehen die eigene Lage positiv.

Die Wirtschaftsberater von Ernst & Young (EY) haben 3000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt und kommen zu dem Ergebnis, dass jedes zweite von ihnen wegen fehlender Fachleute Aufträge nicht annehmen könne und somit jährlich einen dicken Batzen Geld liegen lässt. Laut EY entgeht dem Mittelstand jährlich 49 Milliarden Euro Umsatz.

Der Anteil der Manager, die dies glauben, sei binnen Jahresfrist von 49 auf 53 Prozent gestiegen. Jede neunte Firma spricht von Umsatzausfällen von mehr als fünf Prozent. Vier von fünf Firmen falle es schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Vor allem der Kraftfahrzeugbau und die Elektrotechnik seien betroffen.

Weniger Firmen hoffen auf Flüchtlinge

Grundsätzlich gehe es den Firmen aber gut. "Der deutsche Mittelstand macht beste Geschäfte - trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Großwetterlage", erklärte EY. 59 Prozent der befragten Manager seien derzeit uneingeschränkt zufrieden mit der Geschäftslage. Dies sei der beste Wert seit Beginn der Umfrage 2004.

Rund 38 Prozent erwarteten zudem eine Verbesserung der eigenen Geschäftslage binnen eines halben Jahres. Nur sieben Prozent rechneten mit sinkenden Umsätzen. Nur noch 45 Prozent der Befragten seien der Meinung, dass Flüchtlinge den Fachkräftemangel in Deutschland mildern könnten, erklärten die Wirtschaftsberater. Vor Jahresfrist sind es laut EY noch 55 Prozent gewesen.

Quelle: ntv.de, cas/rts