Wirtschaft

6000 neue Jobs am Main? Frankfurt hat im Brexit-Rennen Nase vorn

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Möglicherweise entstehen in Frankfurt mehr als 6000 neue Jobs im Bankensektor.

(Foto: dpa)

Infolge des Brexit brauchen dutzende Großbanken neue Niederlassungen auf dem europäischen Festland. Einer Umfrage zufolge profitiert davon mit Abstand am meisten die deutsche Bankenhauptstadt.

Die meisten Banken, die ihre EU-Zentrale unter wegen des EU-Austritts Großbritanniens aus London auf das europäische Festland verlegen, haben sich einer Umfrage zufolge bisher für Frankfurt entschieden. So hätten sich bisher mit Goldman Sachs, der Citigroup und Morgan Stanley allein drei amerikanische Großbanken für Frankfurt entschieden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine eigene Auswertung. Jeweils etwa 200 Mitarbeiter der Großbanken würden umziehen.

Daneben hätten schon mehrere japanische Banken ihr Interesse für den Frankfurter Standort bekundet. Dazu zählen dem Bericht zufolge Nomura und Daiwa Securities, die jeweils mehrere dutzend Mitarbeiter verlagern wollen. Auch die drittgrößte japanische Bank Sumitomo Mitsui wird ohne Angabe von Mitarbeitern ihre EU-Zentrale in Frankfurt aufschlagen.

Aus Großbritannien habe sich Standard Chartered für Frankfurt entschieden, so dass einige Dutzend Mitarbeiter umziehen werden. Die Schweizer Großbank UBS reiht sich in diesen Reigen ein, die bereits die Verlagerung von 1700 Arbeitsplätzen nach Frankfurt bekannt gegeben hat, was zum Teil durch den Brexit geschuldet ist. Damit würden in Frankfurt mindestens 2500 neue Stellen in der Bankenbranche geschaffen.

Rechne man die 4000 Stellen dazu, die laut Sylvie Matherat, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, größtenteils nach Frankfurt wandern sollen, wären es mehr als 6000 Arbeitsplätze. Paris habe dagegen erst Zusagen über 1400 Stellen und Dublin über 150 Stellen, so der Bericht.

Quelle: n-tv.de, bdk

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