Wirtschaft

Schlimmste Krise seit 1945 Frankreich rechnet mit historischer Rezession

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Finanzminister Le Maire fordert "Corona-Bonds".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der französische Finanzminister Le Maire erwartet eine Rezession immensen Ausmaßes. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden sein Land härter treffen als die vergangene Bankenkrise. Von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union fordert er Solidarität.

Das hoch verschuldete Frankreich erwartet wegen der Corona-Krise die schlimmste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Wirtschaft sei 2009 wegen der damaligen Finanzkrise um 2,2 Prozent geschrumpft, dieser bis dahin schlechteste Wert seit 1945 dürfte nun übertroffen werden. Das sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire bei einer Anhörung im Pariser Senat voraus. In Frankreich gelten wegen der Covid-19-Pandemie seit rund drei Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen, viele Wirtschaftsbereiche arbeiten nur noch eingeschränkt.

Le Maire warb erneut um sein Vorhaben, einen neuen europäischen Solidaritätsfonds zu schaffen. Damit solle der Wirtschaftsaufschwung nach der Krise angekurbelt werden. Dieser Rettungsfonds solle zeitlich befristet sein, Anleihen herausgeben können und von der EU-Kommission gemanagt werden. Die EU-Behörde könnte eine Anleihe mit einem Umfang von mehreren Hundert Milliarden Euro herausgeben, sagte Le Maire im Senat. Bisher hatte der mächtige Ressortchef den Umfang des von ihm geforderten neuen Rettungsfonds offengelassen.

Der Streit über sogenannte Corona-Bonds - also gemeinsame europäische Anleihen - entzweit die EU-Staaten. Eine Gruppe, darunter Italien, Spanien, Frankreich, fordert sie vehement, Deutschland und andere Länder sind dagegen. Die Euro-Finanzminister werden am Dienstag erneut darüber beraten.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa