Wirtschaft

Strecke Berlin – HamburgFünf wütende Bundesländer konfrontieren die Bahn mit Forderungen

18.02.2026, 16:02 Uhr
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Wann ICEs und Regionalbahnen wieder über die Schnellstrecke zwischen Deutschlands beiden größten Städten fahren, ist derzeit unklar. (Foto: picture alliance/dpa)

Wenige Tage nachdem die Bahn mitgeteilt hat, dass die Modernisierung der Verbindung zwischen Berlin und Hamburg wie geplant fertig wird, kassiert sie die Aussage. Es wird mindestens einige Wochen länger dauern. Mehrere Bundesländer fühlen sich verschaukelt - und machen dem Konzern Druck.

Fünf Bundesländer haben sich in einem Brief an die Deutsche-Bahn-Chefin über das Vorgehen bei der Verzögerung der Streckensanierung Berlin – Hamburg beschwert und ein Ultimatum für einen neuen Zeitplan gesetzt. Die Regierungschefs aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein kritisieren, dass die Bahn über eine Verlängerung der Bauarbeiten entschieden habe, ohne die Länder vorher umfassend zu informieren und ohne abgestimmten, verlässlichen Zeitplan.

"Wir erwarten eine Klärung und Ihre Antwort zu einem konkreten Maßnahmen- und Zeitplan bis zum 2. März 2026", heißt es in dem Brief an Bahn-Chefin Evelyn Palla. Die Bahn hatte am Montag mitgeteilt, dass sie aufgrund des Winterwetters mit Frost und Schnee den Termin zur Fertigstellung der Streckensanierung Ende April nicht einhalten kann. Erst am 13. März will der bundeseigene Konzern mitteilen, wann auf der Strecke wieder Züge fahren können.

Am Dienstag hieß es, es gehe um eine Verzögerung von "wenigen Wochen, nicht von Monaten". Die Lage habe in den vergangenen Tagen neu bewertet werden müssen, die Öffentlichkeit sei "umgehend" informiert worden.

Bahn soll Kosten tragen

Die Regierungschefs erwarten, dass die Bahn alle Ressourcen zur Fertigstellung der Steckensanierung bündelt und einen stabilen neuen Terminplan vorlegt, wie sie in ihrem gemeinsamen Brief schreiben. Dies müsse in enger Abstimmung mit den betroffenen Ländern, den betroffenen Kommunen und den Verkehrsunternehmen erfolgen.

"Dieser Terminplan ist unverzüglich vorzulegen und fortlaufend zu kommunizieren." Zudem müsse die Bahn den weiteren Ersatzverkehr sicherstellen und alle Mehrkosten übernehmen. Die zusätzlichen finanziellen Lasten dürften nicht den Ländern, Kommunen oder Fahrgästen auferlegt werden.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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