Wirtschaft

17 Filialen und rote Zahlen Galeria Kaufhof übernimmt Sport Scheck

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17 Sport-Scheck-Filialen sichert sich der Warenhaus-Konzern.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der Sporthändler Sport Scheck steckt seit Jahren in den roten Zahlen fest. Nun nimmt sich Galeria Karstadt Kaufhof der Sache an und gliedert die Filialen ein. Erst jüngst hatte sich der Warenhändler in einer anderen Sparte vergrößert.

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof setzt auf das Sport-Geschäft. Dazu übernimmt der Konzern von der Otto Group den Sporthändler Sport Scheck. Durch die 17 Filialen und die Online-Shops baue Karstadt Kaufhof seine Position im Wachstumsmarkt Sport erheblich aus, sagte Konzernchef Stephan Fanderl. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

"Wir sind führend im Wachstumsgeschäft Sport und werden unsere ohnehin starke Präsenz mit dem Erwerb von Sport Scheck in den deutschen Innenstädten jetzt noch einmal deutlich ausbauen", sagte Fanderl. Die Kundenbasis werde durch den Zukauf erheblich erweitert.

Sport Scheck kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Der Mutterkonzern Otto hatte das Unternehmen deshalb zum Verkauf gestellt. Die Übernahme durch Galeria Karstadt Kaufhof gebe Sport Scheck "die beste Chance auf eine nachhaltige Perspektive", betonte der Handelsriese. Denn nun entstehe einer der größten Player im Sportartikelhandel. Bislang habe es Sport Scheck an der nötigen Schlagkraft und Größe gefehlt, um sich im harten Wettbewerb gegen Online-Händler und Discountanbieter durchzusetzen.

Galeria Karstadt Kaufhof verfügt in den Innenstädten mit den Sportabteilungen in den Warenhäusern und den Karstadt Sports-Filialen bereits über ein starkes Standbein. Erst kürzlich eröffnete das Unternehmen neue Sporthäuser in Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck. Die Übernahme steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien und der Kartellbehörden.

Für den Warenhauskonzern ist es der zweite Zukauf innerhalb kurzer Zeit. Erst vor wenigen Wochen hatte Galeria Karstadt Kaufhof für sein Touristik-Standbein Teile des Deutschland-Geschäfts des Pleite gegangenen Touristikriesen Thomas Cook übernommen. Dazu zählten 106 Reisebüros, die deutsche Online-Plattform der Deutschland-Tochter sowie etliche Kundendaten, wie ein Sprecher sagte. Vor der Übernahme hatte der Warenhauskonzern 78 Reisebüros in Warenhäusern sowie weitere 22 innerstädtische Reisebüros.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa