Wirtschaft

Adiletten und Schlabber-Shirt Gammellook hilft Adidas aus der Krise

Der Homeoffice-Boom in der Pandemie sogt für neue Modetrends. Nicht förmlicher Anzug, sondern legerer Look ist gefragt. Nach dem coronabedingten Lockdown und hohen Verlusten klingeln bei Adidas die Kassen. Die Umsätze sind sogar höher als vor dem Virus.

Der Sportartikelhersteller Adidas profitiert in der Coronakrise nach eigenen Angaben vom Trend zu legerer Kleidung im Homeoffice. "Wer nicht raus geht, sitzt in Adiletten und T-Shirt im Homeoffice", sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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Dort seien "die Leute sehr viel lockerer bekleidet als in den Büros, sogar in den Banken". "In Amerika hat zumindest ein Anzughersteller schon zu gemacht, eben weil die Arbeitskleidung auch auf lange Sicht legerer wird - das kommt uns zupass", sagte Rorsted.

Nach den coronabedingt härtesten Monaten in der Firmengeschichte habe sich der Konzern aus der Verlustzone herausgekämpft. "Im Juli und August lagen unsere Umsätze in Deutschland über dem Vorjahr - und das trotz Maskenpflicht und Einschränkungen beim Einkaufen", sagte Rorsted. Im dritten Quartal rechne der Konzern "wieder mit 600 bis 700 Millionen Euro Gewinn - das macht Hoffnung".

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Der Klassiker, die Adilette, feiert in der Pandemie ein großes Comeback: Adidas kann die Corona-Krise abhaken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Onlinehandel hätten sich die Umsätze im ersten Halbjahr sogar knapp verdoppelt. "Das macht Adidas in Deutschland zum zweit- oder drittgrößten Onlinehändler insgesamt", sagte der Adidas-Chef.

Die gute Entwicklung hänge auch damit zusammen, dass die Menschen sich wieder bewegen wollten. Eine Konsequenz aus der Coronakrise sei "das Streben nach einem gesünderen Lebensstil".

Quelle: ntv.de, ddi/AFP