Wirtschaft

Saisonal unüblich niedrig Gaspreise trotzen der Januar-Kälte

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Auch wenn es sich vielleicht nicht überall so anfühlt: Der Winter 2018/19 fällt bislang nicht so kalt aus wie üblich.

picture alliance / Patrick Pleul

Mitten im Winter erwärmt die Entwicklung bei den Heizkosten die Verbraucher in Deutschland: Im Vergleich zur kalten Jahreshälfte 2017/18 fallen diesmal deutlich niedrigere Ausgaben an. Der Energiekonzern Eon verweist auf ungewöhnliche hohe Außentemperaturen.

Trotz der niedrigen Temperaturen und der starken Schneefälle in den vergangenen Wochen haben viele Haushalte nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon in der laufenden Heizperiode Geld gespart. Für eine Familie, die mit Gas heize, beliefen sich die Einsparungen von Oktober bis Januar im Vergleich zur Vorjahresperiode auf durchschnittlich 35 Euro.

Haushalte in Norddeutschland haben demnach im Schnitt etwas mehr als 40 Euro eingespart, während die Ersparnis für süddeutsche Haushalte mit rund 30 Euro etwas geringer ausfallen. Erdgas spielt im deutschen Energiegeschäft auf der Ebene der privaten Verbraucher eine bedeutende Rolle: Rund die Hälfte aller Haushalte in Deutschland werden mit Gas beheizt. Der

Grund für die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunkenen Heizkosten seien die milden Temperaturen vor allem im Oktober und im Dezember, erklärte ein Eon-Sprecher. Im Oktober sei es 1,5 Grad und im Dezember sogar rund 2,0 Grad wärmer gewesen als im Mittel der vergangenen zehn Jahre.

Im November und Januar hätten die Durchschnittstemperaturen hingegen deutschlandweit 0,1 Grad unter dem Zehn-Jahres-Schnitt gelegen, heißt es bei Eon. Dabei habe es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gegeben, betonte Eon. Im Süden war die Durchschnittstemperatur in diesem Januar mit minus 0,6 Grad deutlich niedriger als im Norden mit plus 0,2 Grad.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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