Wirtschaft

An der Nasdaq in Stockholm Geely bringt Autobauer Volvo an die Börse

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Volvo ist der erste konventionelle Autohersteller, der die Produktion von Fahrzeugen, die ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, 2019 einstellte.

(Foto: picture alliance/dpa/BELGA)

Der Börsengang des schwedischen Autoherstellers Volvo Cars nimmt Formen an. Wie das Unternehmen mitteilt, will es mit der Ausgabe neuer Aktien 25 Milliarden schwedische Kronen einnehmen. Die Erstnotiz an der Stockholmer Börse ist noch für dieses Jahr geplant.

Der chinesische Autokonzern Geely will seine schwedische Pkw-Tochter Volvo Cars wie erwartet in Stockholm an die Börse bringen. Durch neue Aktien sollen Erlöse von brutto rund 25 Milliarden schwedischen Kronen (2,5 Milliarden Euro) erzielt werden, wie Volvo in Göteborg mitteilte.

Geely Automobile
Geely Automobile 2,14

Geely wolle zudem einen Teil seiner Anteile platzieren. Volvo Cars soll an der Nasdaq in Stockholm notiert werden. Volvo-Chef Hakan Samuelsson bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Meilenstein und neues Kapitel für den Pkw-Hersteller.

Die Schweden wollen das Geld für den Branchenumbruch und weiteres Wachstum verwenden. Noch in diesem Jahr soll der erste Handelstag stattfinden. Geely-Gründer und Eigentümer Li Shufu sagte, sein Unternehmen wolle Mehrheitseigentümer von Volvo bleiben. Auch weitere große Aktionäre bleiben Volvo zufolge an Bord. Volvo plant seit längerem einen Börsengang, musste ihn zwischendurch aber auf Eis legen. Seit Mai dieses Jahres läuft ein neuer Versuch, den Premiumhersteller aufs Parkett zu bringen.

Details will das Unternehmen noch veröffentlichen. In Medienberichten war bislang über eine mögliche Bewertung von rund 20 Milliarden US-Dollar spekuliert worden (17,2 Milliarden Euro). Die Chinesen hatten Volvo Cars 2010 für 1,8 Milliarden Dollar vom US-Autokonzern Ford übernommen.

Der Autobauer Volvo Cars ist seit Jahrzehnten vom schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo AB getrennt, an dem Geely allerdings auch beteiligt ist und der an der Börse notiert ist. Li Shufu ist zudem größter Einzelaktionär des deutschen Daimler-Konzerns mit einem Anteil von rund 9,7 Prozent.

Volvo ist der erste konventionelle Autohersteller, der die Produktion von Fahrzeugen, die ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, 2019 einstellte. Seitdem ist jeder neue Volvo entweder ein vollelektrisches oder ein Hybridmodell.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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