Über 5500 Dollar für 31 GrammGold ist nicht zu bremsen - nächster Rekord

Erst am Montag steigt der Goldpreis zum ersten Mal über 5000 Dollar. Wenige Tage später ist die Feinunze bereits fast 5600 Dollar wert. Auch Silber wird immer wertvoller.
Die Rally bei den Edelmetallen geht mit hohem Tempo weiter - Gold, Silber und auch Kupfer kletterten abermals auf Rekordstände. Der Preis für eine Feinunze - etwa 31,1 Gramm - Gold stieg in der Nacht erstmals über die Marke von 5500 Dollar. In der Spitze kostete die Feinunze 5588,71 Dollar und damit über drei Prozent mehr als am späten Mittwochabend.
Das Niveau konnte Gold nicht ganz halten, das Edelmetall legte am Morgen aber immer noch etwas mehr als zwei Prozent auf 5545 Dollar zu. Sollte Gold im Lauf des Tages erneut teurer werden, wäre es der neunte Handelstag in Folge im Plus.
Vor allem die Sorge vor einem Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt das Edelmetall an. Die geopolitische Unsicherheit bleibe hoch, so Ole Hansen von der Saxo Bank. Dies werde "durch ein zunehmend unvorhersehbares politisches Umfeld in den USA verstärkt", fügte der Leiter der Rohstoffstrategie hinzu.
Seit Mitte Januar zog der Kurs um etwas mehr als 900 Dollar oder rund 20 Prozent an. Seit Ende 2025 ist Gold bereits wieder um fast 29 Prozent teurer geworden, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. Gold bleibt damit eine der gefragtesten Anlageklassen.
Silberpreis bei fast 120 Dollar pro Unze
Der Preis für eine Feinunze Silber kletterte in der Nacht um bis zu 2,3 Prozent auf 119,41 Dollar. Zuletzt lag Silber noch etwas mehr als ein Prozent im Plus und kostete rund 118 Dollar.
Silber war in den vergangenen Wochen und Monaten noch stärker gefragt als Gold. So verteuerte sich Silber im bisherigen Jahresverlauf um rund 65 Prozent. 2025 war der Preis für Silber um knapp 150 Prozent gestiegen.
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als "sichere Häfen" in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.