Fünftel weniger als vor TagenGold- und Silberpreis brechen ein

Bereits am Freitag kommt der Goldpreis ins Rutschen. Spekulanten dürften davon kalt erwischt werden. Nun geht es weiter nach unten, noch stärker beim Silber - hat eine Abwärtsspirale begonnen?
Die Preise für Gold und Silber sacken nach einer monatelangen Rekordjagd deutlich ab. Eine Feinunze Gold - etwa 31,1 Gramm - kostete im frühen Handel rund 4500 US-Dollar und damit bis zu acht Prozent weniger, nachdem der Preis bereits am Freitag um neun Prozent abgesackt war. Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus.
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Preisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.
Damit kostet Gold inzwischen knapp 1100 Dollar oder fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 - und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. Edelmetalle - allen voran Gold - werden von vielen Investoren als "sichere Häfen" in Krisenzeiten betrachtet.
Der Preis für eine Feinunze Silber sackte um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen. Der Silberpreis liegt damit rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch allerdings immer noch etwas mehr als Ende 2025.