Wirtschaft

Filetstück am Meer Griechenland verkauft Flughafen in Athen

Der Geisterflughafen in Athen steht mittlerweile seit 15 Jahren leer und darf jetzt für 900 Millionen Euro privatisiert werden.

Der Geisterflughafen in Athen steht mittlerweile seit 15 Jahren leer und soll jetzt für 900 Millionen Euro privatisiert werden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Angesichts der Schuldenkrise muss sich Griechenland von Staatsbesitz trennen. Dazu gehört auch der stillgelegte Athener Flughafen "Elliniko", der nun in private Hände übergehen soll. Kritiker werfen der Regierung vor, das Filetstück zu verscherbeln.

Mehr als 15 Jahre lag der alte Athener Flughafen "Elliniko" brach - nun ist der Verkauf des riesigen Geländes direkt am Meer im Süden Athens beschlossene Sache. Die Abgeordneten des griechischen Parlaments stimmten parteiübergreifend mit großer Mehrheit für den Verkauf des rund 620 Hektar umfassenden Filetstücks.

Die Privatisierung von Staatseigentum wie dem alten Flughafen ist eine der Voraussetzungen dafür, dass Griechenland weitere Hilfsmilliarden von seinen internationalen Gläubigern erhält. Vorausgegangen war der Abstimmung eine hitzige Debatte. Die linke Regierungspartei Syriza musste sich vorwerfen lassen, das Flughafengelände zu verscherbeln.

Der Kaufpreis liegt bei rund 900 Millionen Euro. Auf dem Gelände planen die Käufer, ein Konsortium griechischer, chinesischer und arabischer Investoren, ein Kasino und eine luxuriöse Urlaubsanlage. Rund 8 Milliarden Euro sollen dafür investiert werden und Tausende Arbeitsplätze entstehen.

Quelle: n-tv.de, sro/dpa

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