Wirtschaft

Schwimmendes LNG-Terminal Hafen Lubmin will ab Dezember Flüssiggas einspeisen

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Ein Handschlag zwischen zwei Firmenvertretern für Lubmin, unter Beobachtung von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Meyer (l.) und Wirtschaftsstaatssekretär Kellner (2.v.r.).

(Foto: dpa)

Bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas sollen bald jährlich über ein schwimmendes LNG-Terminal im Lubminer Hafen nach Deutschland gelangen. Die Regierung unterstützt das Vorhaben: Dies sei "eine gute Nachricht für Deutschland", lobt Wirtschaftsstaatssekretär Kellner.

Die Bundes- und die mecklenburg-vorpommersche Landesregierung unterstützen Pläne des Unternehmens Deutsche Regas zur Anlandung von Flüssiggas (LNG) im vorpommerschen Lubmin. Die Pläne seien "eine gute Nachricht für Deutschland", sagte Michael Kellner, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, bei einem Treffen mit den Investoren in Rostock. Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer, sagte, man unterstütze die Pläne ausdrücklich auch mit dem Blick auf den kurzfristigen Zeitplan. Infolge des Kriegs in der Ukraine will die Bundesregierung Deutschland unabhängiger von russischen Energielieferungen machen und setzt unter anderem auf LNG-Importe.

Die Deutsche Regas plant, ab Dezember bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen. Dazu soll ein schwimmendes LNG-Terminal im Lubminer Hafen festmachen. Dieses soll vom französischen Energiekonzern Totalenergies kommen. Ein entsprechendes Eckpunktepapier unterzeichneten Vertreter beider Firmen in Rostock. Das Projekt ist laut Investoren zunächst ohne staatliche Finanzierung geplant.

Der Rostocker Hafen ist unterdessen vorerst raus als möglicher Standort zur Anlandung von LNG. Laut Meyer habe eine Studie ergeben, dass unter derzeitigen Bedingungen nicht sowohl Rohöl als auch LNG angelandet werden kann. Es soll dennoch weiterhin die Anlandung mit einem schwimmenden Terminal weiterverfolgt werden. "Das wird aber nicht sofort geschehen können." Angedacht sei es für eine sogenannte zweite Phase der LNG-Versorgung für Deutschland nach entsprechenden Vorarbeiten.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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