Wirtschaft

Betriebsräte in der Luftfahrt Heil eilt dem Flugpersonal zu Hilfe

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"Betriebsratsgarantie in der Luftfahrt": Im Tarifstreit bei Ryanair bekommen die Beschäftigten Rückendeckung durch die Politik.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Tarifstreit bei Ryanair können Flugbegleiter und Piloten auf die Unterstützung der Bundesregierung zählen. Arbeitsminister Heil will die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer in der Luftfahrtbranche stärken - per Gesetz.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Piloten und Flugbegleitern per Gesetz die Gründung eines Betriebsrats unabhängig von Tarifverträgen ermöglichen. "Das bedeutet, dass wir im bestehenden Betriebsverfassungsgesetz auch für Flugpersonal die Möglichkeit schaffen, einen Betriebsrat zu gründen, sofern dieser nicht durch einen Tarifvertrag zustande kommt", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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Heil setzt sich demnach für eine "Betriebsratsgarantie in der Luftfahrt" ein und schlägt vor, diese Gesetzeslücke zu schließen. Der Minister will am Vormittag mit dem Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske und Mitarbeitern von Ryanair am Frankfurter Flughafen zusammenkommen.

Nach Gewerkschaftsangaben wollen Heil, Bsirske und die Betroffenen über die Arbeits- und Entgeltbedingungen bei dem Billigfluganbieter sprechen und dabei auch die Frage klären, wie die Bedingungen in der Branche trotz fehlender Betriebsräte mithilfe der Politik verbessert werden können.

Im Tarifkonflikt um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen bei Ryanair hatten die irische Fluggesellschaft und die Gewerkschaft Verdi wieder Verhandlungen aufgenommen. Sie betreffen rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland, wobei 700 davon als Leiharbeiter nicht bei der Airline angestellt sind.

In dem Tarifstreit könnte es schon bald zu neuen Arbeitsniederlegungen kommen. Zuletzt hatten Flugbegleiter und Piloten von Ryanair in Deutschland am 12. und am 28. September je einen Tag lang gemeinsam gestreikt. Für das Kabinenpersonal verlangt Verdi deutlich höhere Gehälter, die erstmals in einem Tarifvertrag festgeschrieben werden sollen.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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