Wirtschaft

Leichter Anstieg im Osten Heil nimmt Hoffnung auf Rentenerhöhung

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Im Corona-Jahr 2020 sind die Löhne kaum gestiegen - daher gibt es auch keine Rentenerhöhung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Neben den Folgen der Corona-Krise setzt auch der demografische Wandel den Rentenkassen zu. Für den Westen könnte es dieses Jahr deshalb eine Nullrunde geben. Doch es gibt auch positive Nachrichten.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hat Hoffnungen der Rentner auf eine Erhöhung ihrer Rentenbezüge auch im laufenden Wahljahr 2021 eine Absage erteilt. "Wir müssen damit rechnen, dass es in diesem Jahr im Westen keine Rentenerhöhung geben wird und im Osten nur aufgrund der Angleichung eine sehr geringe", sagte Heil der "Rheinischen Post". "Wichtig ist, dass gesetzlich abgesichert ist, dass es keine Rentenkürzung geben wird", betonte der Minister.

Die Rentenentwicklung sei regelgebunden und folge immer der Lohnentwicklung des Vorjahrs. Deshalb habe es in den vergangenen Jahren teils deutliche Rentenerhöhungen gegeben. Im Corona-Krisen-Jahr 2020 sind die Löhne jedoch kaum gestiegen. Die Rentenpolitik stehe vor einer großen demografischen Herausforderung.

"Von 2025 bis 2040 geht die Generation der Babyboomer schrittweise in Rente. In dieser Zeit kommt es auf zwei Dinge an: Zum einen brauchen wir ein hohes Maß an Beschäftigung, damit die Beitragseinnahmen auf hohem Niveau gesichert bleiben. Zum anderen müssen wir das System der Rentenversicherung stabil halten", sagte Heil auf die Frage, ob in der kommenden Legislaturperiode eine große Rentenreform ansteht. "Ich bin dafür, dass wir die Sicherungslinie beim Rentenniveau von 48 Prozent des durchschnittlichen Bruttomonatsgehalts über 2025 hinaus verlängern", so der SPD-Politiker.

Insgesamt sind die Beitragseinnahmen der Rentenkasse trotz der Ausnahmesituation im Corona-Jahr 2020 gestiegen. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund. Demnach stiegen die Einnahmen durch Pflichtbeiträge im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf rund 224 Milliarden Euro. "In Anbetracht der ökonomischen Rahmenbedingungen, die sich durch die Corona-Krise deutlich verschlechtert haben, ist dies für die Rentenversicherung eine positive Nachricht", sagte der Sprecher.

Quelle: ntv.de, can/DJ/dpa