Wirtschaft

Produkte beschlagnahmt Huawei verklagt US-Handelsministerium

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(Foto: REUTERS)

Der Streit zwischen Huawei und den USA geht in die nächste Runde: Mit juristischen Mitteln wehrt sich der Konzern nun gegen den auferlegten Bann. Doch die US-Regierung lässt sich davon nicht beirren und setzt prompt weitere chinesische Unternehmen auf die Schwarze Liste.

Der chinesische Konzern Huawei hat Klage gegen das US-Handelsministerium eingereicht. Damit ist der anhaltende Konflikt zwischen der US-Regierung und dem Technologie-Konzern um eine Facette reicher. Laut Klageschrift geht es um Telekomausrüstung, die das Unternehmen aus China in ein Testlabor in Kalifornien befördert hatte und von dort wieder in die Volksrepublik zurückbringen wollte. Nach Darstellung von Huawei wurde die Ladung aber von der US-Regierung in Alaska beschlagnahmt. Dort befinde sie sich noch immer.

Das chinesische Unternehmen betont, dass für die Ausrüstung keine Lizenz erforderlich gewesen sei. Es verlangt, dass das US-Handelsministerium die Ware entweder freigibt oder entscheidet, dass die Lieferung illegal gewesen sei. Vom Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die US-Regierung hat Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie nach eigenen Angaben fürchtet, die Technologie des Konzerns könnte zur Spionage verwendet werden könnte. Damit ist es US-Firmen untersagt, mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte zu machen. Huawei hat Vorwürfe zurückgewiesen, es helfe dem chinesischen Staat bei Spionagetätigkeiten.

Fünf weitere Unternehmen auf Schwarzer Liste

Diesen Vorwurf bekräftigt Washington noch einmal und erweiterte ihn auf fünf weitere Unternehmen und Organisationen aus China. Konkret sind das Unternehmen Sugon und das Computertechnologie-Institut Wuxi Jiangnan betroffen. Die Sugon-Tochter Higon und zwei ihrer Beteiligungen aus der Chengdu-Haiguang-Gruppe wurden ebenfalls auf die Schwarze Liste gesetzt. Als Begründung führte Washington an, das Wuxi-Institut sei im Besitz des chinesischen Verteidigungsministeriums. Sugon-Computer würden auch für militärische Zwecke eingesetzt.

China und die USA liegen seit langer Zeit im Handels-Clinch miteinander. In der nächsten Woche wollen sich die Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump beim G20-Gipfel in Osaka treffen und über ein Ende des Streits beraten.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa/rts

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