Wirtschaft

Erste Verhandlungen im Januar IG Metall setzt Lohnforderung fest

53697948.jpg

"Für die konjunkturelle Schwarzmalerei der Arbeitgeber besteht kein Anlass", sagte IG-Metall-Vorsitzender Wetzel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sollen einen kräftigeren Schluck aus der Pulle bekommen. Entsprechend ist die Lohnforderung der IG Metall. Nicht überraschend: Die Arbeitgeber bezeichnen die Forderung als realitätsfremd.

Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie wie erwartet ein kräftiges Gehaltsplus. Am Donnerstag beschloss der Vorstand der Gewerkschaft in Frankfurt am Main endgültig, in der kommenden Tarifrunde 5,5 Prozent mehr Lohn zu verlangen. Außerdem will die Gewerkschaft neue Regelungen zur Alters- und Bildungsteilzeit durchsetzen.

"Für die konjunkturelle Schwarzmalerei der Arbeitgeber besteht kein Anlass", erklärte der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel. "Unsere Forderung ist wirtschaftlich vernünftig und sichert den Beschäftigten einen angemessenen Anteil an der konjunkturellen Entwicklung."

Am 11. November hatte der IG-Metall-Vorstand seinen regionalen Tarifkommissionen empfohlen, 5,5 Prozent mehr Lohn zu fordern. Die Kommissionen schlossen sich der Empfehlung an.

Arbeitgeber sprechen von "Illusionen"

Die Arbeitgeberseite bezeichnete die Empfehlung bereits Mitte November als realitätsfremd. "Die IG Metall schürt Illusionen", erklärte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger und forderte die Gewerkschaft auf, ihre Empfehlung noch einmal zu überdenken.

Die Tarifverträge der IG Metall laufen Ende dieses Jahres aus. Am dem 14. Januar 2015 sollen die ersten Verhandlungen in den Tarifgebieten Baden-Württemberg und Bayern beginnen.

Quelle: ntv.de, wne/AFP