Wirtschaft

Wirtschaft stoppt Abwärtstrend Ifo-Index klettert auf Allzeithoch

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(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Volkswirte prognostizieren, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge sinkt. Doch die Stimmung in den Unternehmen ist deutlich besser als erwartet: Sie blicken so positiv wie noch nie in die Zukunft.

Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober entgegen den Erwartungen weiter aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf ein neues Allzeithoch von 116,7 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 7.000 Managern mitteilte. Im September lag das Barometer bei 115,3 Punkten. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten für Oktober einen Rückgang auf 115,1 Punkte prognostiziert - es wäre der dritte in Folge gewesen.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen kletterte von 123,7 Punkten auf 124,8 Punkte. Ökonomen hatten 123,5 Punkte prognostiziert. Der Index für die Geschäftserwartungen stieg auf 109,1 (107,5). Erwartet worden waren 107,3 Punkte.

"Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", kommentierte das Ifo-Institut die Zahlen. Der Ifo-Index ist der wichtigste deutsche Konjunkturfrühindikator und gilt als zuverlässige Messgröße für die Konjunkturentwicklung der nächsten sechs Monate.

Maschinenbauer treiben Klima an

Im verarbeitenden Gewerbe erreichte das Geschäftsklima ein neues Rekordhoch. Die Industriefirmen waren merklich zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Zusätzlich erreichten die Erwartungen für die nächsten Monate ein neues Jahreshoch. Treiber dieser Entwicklung waren die Hersteller von Investitionsgütern und darunter vor allem die Maschinenbauer.

Die Kapazitätsauslastung in der Industrie stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 87,1 Prozent. Sie lag damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 83,7 Prozent.

Das Bauhauptgewerbe setzte laut Ifo seine Rekordjagd fort, was vor allem auf erneut optimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen war. Die sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage wurden hingegen etwas zurückgenommen. Im Großhandel trübte sich das Geschäftsklima auf hohem Niveau etwas ein, im Einzelhandel machte es einen großen Satz nach oben.

Quelle: n-tv.de, chr/DJ

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