Wirtschaft

Vier Kinder starben durch Kommode Ikea zahlt Millionen an Opfer-Familien

e440efd78190e165f147812622b8361b.jpg

Ikea hat die Malm-Kommode in Nordamerika zurückgerufen.

(Foto: dpa)

Vier Kinder sterben in den USA, als sie von einer Ikea-Kommode erschlagen werden. Der Möbelkonzern zahlt den Familien der Opfer nun hohe Entschädigungssummen. Zudem soll der Konzern eine Spende entrichten.

Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder durch umgestürzte Kommoden vom Typ Malm in den USA haben der schwedische Möbelhersteller Ikea und die Anwälte der Eltern eine Einigung erzielt. Das teilte Ikea mit, ohne weitere Details zu nennen. Die Einigung sei noch nicht gerichtlich bestätigt worden, "und es wäre für uns zu diesem Zeitpunkt unangebracht, einen Kommentar abzugeben", hieß es bei dem Möbelunternehmen.

Opferanwälte berichteten, Ikea werde 50 Millionen US-Dollar (rund 48 Millionen Euro) an drei betroffene Familien zahlen. Darauf hätten sich alle Seiten nach zweitägigen Mediationen geeinigt, teilte die in Philadelphia ansässige Anwaltskanzlei Feldman Shepherd mit. Ikea werde außerdem 250.000 Dollar an Kinderkrankenhäuser und Kinderhilfsgruppen zahlen.

Ikea hatte im Sommer dieses Jahres nach dem Tod der Kleinkinder 36 Millionen Möbelstücke in den USA und Kanada zurückgerufen. In dem jetzt verhandelten Fall ging es nach Angaben der Anwälte um drei Kleinkinder im Alter von zwei Jahren. Die drei kamen ums Leben, als Sechs- beziehungsweise Drei-Schubladen-Kommoden umkippten und sie erdrückten oder erstickten.

In einer Mitteilung von Anfang November hatte Ikea von einem vierten Todesfall im Zusammenhang mit den Malm-Kommoden gesprochen, der sich schon 2011 ereignet hatte. Der Möbelhersteller hatte darauf hingewiesen, dass die Kommoden gemäß Anleitung an der Wand befestigt werden müssen.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

Mehr zum Thema