Wirtschaft

Häufig in technischen BerufenInder bekommen die höchsten Löhne in Deutschland

02.01.2026, 14:17 Uhr
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Die Zahl der indischen Studierenden in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele von ihnen bleiben nach dem Studium in Deutschland. (Foto: picture alliance / Caro)

In deutschen Großstädten fallen Menschen vom indischen Subkontinent vor allem als Fahrer für Lieferdienste auf. Viele Inder arbeiten hierzulande aber in Berufen mit besonders guter Entlohnung. Nicht nur sie verdienen im Durchschnitt mehr als Deutsche.

Indische Beschäftigte verdienen in Deutschland laut einer Untersuchung am meisten Geld. Der Bruttomedianlohn lag 2024 bei 5393 Euro, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet. Es folgen Österreicher (5322 Euro), US-Amerikaner (5307 Euro) und Iren (5233 Euro). Deutsche Arbeitnehmer kommen auf ein mittleres Bruttoeinkommen von 4177 Euro, ausländische insgesamt auf 3204 Euro.

Grund für die hohen Einkommen von indischen Beschäftigten ist laut IW das höhere Verdienstniveau in technischen Positionen. Viele Inder arbeiten in Deutschland in akademischen Mint-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Deren Zahl hat sich zwischen 2012 und 2024 demnach fast verneunfacht auf mehr als 32.800. Rund ein Drittel der 25- bis 44-jährigen vollzeitbeschäftigten Inder ist in diesem Bereich tätig.

Die Entwicklung ist der Studie zufolge auch auf den starken Anstieg indischer Studierender hierzulande zurückzuführen. Viele beendeten ihr Studium erfolgreich, blieben anschließend in Deutschland und leisteten Beiträge zur Forschung, schreiben die Autoren. Die jährliche Zahl der Patentanmeldungen von Erfinderinnen und Erfindern mit indischen Wurzeln verzwölffachte sich zwischen 2000 und 2022.

"Besondere Erfolgsgeschichte"

"Ohne qualifizierte Zuwanderung würde in der deutschen Wirtschaft schon heute kaum noch Wachstum möglich sein - gerade in den Mint-Berufen und bei der Innovationskraft", sagt IW-Experte Axel Plünnecke. Die Fachkräftezuwanderung aus Indien sei "eine besondere Erfolgsgeschichte".

Ein weiterer Grund für die hohen Löhne - auch bei Zugewanderten aus Österreich und den USA - sei, dass viele Beschäftigte in wirtschaftsstarken, urbanen Zentren mit höherem Lohnniveau arbeiteten. Seit 2012 wirbt die Bundesregierung gezielt um Fachkräfte aus Drittstaaten, vor allem für akademische Mint-Berufe.

Für die Analyse wurden Staatsangehörige berücksichtigt, von denen hierzulande mehr als 5000 Vollzeitbeschäftigte arbeiten. Grundlage waren Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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