Wirtschaft

Wachstum bei Drittstaaten Industrie verzeichnet leichte Abkühlung

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Die Deutsche Industrie holte im November weniger neue Aufträge rein.

(Foto: dpa)

Die deutschen Industriebetriebe haben im November weniger Bestellungen erhalten. Vor allem aus der Eurozone sank die Nachfrage. Unter dem Strich steigen die Risiken. Doch es gibt auch Lichtblicke.

Die deutsche Industrie hat im November wegen einer schwächeren Nachfrage aus der Eurozone weniger Aufträge an Land gezogen. Das Neugeschäft schrumpfte um 1,0 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Der Rückgang fiel damit mehr als doppelt so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Im Oktober waren die Aufträge noch leicht gestiegen. Der Anteil an Großaufträgen fiel diesmal durchschnittlich aus.

Im Oktober und November zusammengenommen lagen die Aufträge um etwa 0,5 Prozent über ihrem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. "All dies ändert nichts daran, dass der Blick für die Industrie abwärts gerichtet bleibt", sagte Ökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe. "Denn angesichts der Probleme der Autoindustrie und der an Fahrt verlierenden Weltwirtschaft ist es fraglich, wo nachhaltige Wachstumsimpulse aktuell herkommen sollen."

Das sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ähnlich. "Insbesondere die Sorgen um die Auslandsnachfrage nehmen zu - nicht zuletzt wegen der schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen", sagte DIHK-Expertin Sophia Krietenbrink.

Das Auslandsgeschäft schrumpfte im November um 3,2 Prozent. Die Bestellungen aus der Eurozone brachen - nach kräftigen Zuwächsen im Vormonat - sogar um 11,6 Prozent ein. Das sei ein Normalisierungseffekt nach den sehr starken Zuwächsen von Aufträgen aus Luft- und Raumfahrt im Oktober, erläuterte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. "Daher sollte dieser Rückgang nicht überinterpretiert werden."

Die Orders aus Drittstaaten - zu denen die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China gehören - wuchsen hingegen um 2,3 Prozent. Die Inlandsnachfrage zog um 2,4 Prozent an. "Auch der hohe Auftragsbestand spricht dafür, dass die Industriekonjunktur, wenn auch mit verhaltener Dynamik, wieder etwas Fahrt aufnimmt", erklärte das Ministerium.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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