Wirtschaft

Teuerung im Euroraum zieht stark an Inflation nähert sich EZB-Zielmarke

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Lange hielten die sinkenden Preise für Öl und Benzin die Inflation niedrig. Nun ziehen sie wieder an.

(Foto: dpa)

Seit vier Jahren liegt Inflation im Euroraum meist weit unter der Zielmarke der EZB von zwei Prozent. Die Geldflut der Zentralbank scheint kaum Auswirkungen zu haben. Doch nun zieht die Teuerung unerwartet stark an.

Die Inflation im Euroraum hat im Januar einen überraschend großen Sprung nach oben gemacht. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,8 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies ist die höchste Rate seit Februar 2013. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch um 1,1 Prozent gestiegen.

Deutlich teurer als vor einem Jahr waren Energie und Lebensmittel. Die Kernrate, die diese schwankungsanfälligen Größen ausschließt, lag im Januar unverändert bei 0,9 Prozent. Dies war von Volkswirten erwartet worden.

Mit dem jüngsten Preisanstieg hat die Inflation die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) fast erreicht. Die EZB strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die sie aber seit etwa drei Jahren nicht mehr erreicht hat. Dies ist ein Grund, warum die Notenbank ihre Geldpolitik in den vergangenen Jahren stark gelockert hat. Bislang macht die Notenbank keine Anstalten, wegen des stärkeren Preisauftriebs eine Straffung ihrer Geldpolitik zu signalisieren.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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