Wirtschaft

Investitionen in Millionenhöhe KaDeWe-Mehrheit geht nach Thailand

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Die neuen thäiländischen Investoren wollen die drei erworbenen Kaufhäuser weiterentwickeln und eigene Erfahrungen aus dem Einzelhandel einbringen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Karstadt-Eigner Benko trennt sich von der Mehrheit der drei Lukuswarenhäusern KaDeWe in Berlin, Hamburg und München. Die KaDeWe Group hält demnach nur noch 49,9 Prozent vom operativen Geschäft. Für die Zukunft gilt trotzdem das Einstimmigkeitsprinzip.

Der österreichische Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko gibt die Mehrheit der KaDeWe Group an die thailändische Central Group ab. Deren Tochter, das traditionsreiche italienische Kaufhaus-Unternehmen La Rinascente, übernehme 50,1 Prozent des operativen Geschäftes der drei Luxushäuser, 49,9 Prozent verblieben langfristig bei Benkos Immobilienfiorma Signa Retail, teilte Signa mit.

Für alle wesentlichen strategischen Entscheidungen sei das Prinzip der Einstimmigkeit vereinbart worden. La Rinascente betreibt 11 Warenhäuser in ganz Italien und erwirtschaftet zusammen mit der 2013 erworbenen dänischen Kaufhauskette Illum mit 1600 Mitarbeitern rund 600 Millionen Euro.

In der KaDeWe Group sind die früheren Karstadt-Luxus-Standorte KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München zusammengefasst. Nach der Karstadt-Übernahme buhlt Rene Benko derzeit um die Metro-Tochter Kaufhof und befindet sich dabei im Bieterrennen mit dem nordamerikanischen Handelskonzern Hudson's Bay.

Die Thailänder setzten darauf, dass Touristen aus China und anderen Schwellenländern auch künftig oft nach Europa reisen, um hier auf Einkaufsbummel zu gehen. Besonders beliebt sind dabei solche renommierten Adressen wie das KaDeWe. Der Chef der thailändischen Central Group, Tos Chirathivat, hatte bereits früher dieses Jahr angekündigt, mehr als 1 Milliarde in der Heimat und im Ausland investieren zu wollen.

Die drei neu erworbenen Kaufhäuser will Central Group weiterentwickeln. Dabei wollen die Thais ihre eigene Erfahrung im Einzelhandel einbringen und jeweils die langjährige Geschichte der drei Nobel-Kaufhäuser bewahren. Den Umsatz im europäischen Einzelhandel will Central Group mit dem Erwerb auf 1,2 Milliarden Euro verdoppeln und zukünftig auch weitere Kaufhäuser in Europa erwerben.

Quelle: n-tv.de, jki/rts/dj

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