Wirtschaft

Beteiligung drastisch reduziert Kering verkauft weitere Puma-Aktien

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Puma hatte einmal mehrheitlich zu Kering gehört. 2018 vollzogen die Franzosen jedoch die Wende und begannen mit ihrem Ausstieg.

(Foto: imago images/CHROMORANGE)

Der französische Luxusgüterkonzern Kering will seine Finanzen aufpolstern. Die Beteiligung am Sportartikelhersteller Puma wird deutlich heruntergefahren, auch um sich künftig auf das Hochpreis-Segment zu konzentrieren.

Der französische Luxuskonzern Kering trennt sich von einem gut 650 Millionen Euro schweren Paket von Aktien seiner ehemaligen Tochter Puma. Der Eigentümer von Marken wie "Gucci" und "Yves Saint Laurent" warf am Montagabend rund 8,8 Millionen Aktien des fränkischen Sportartikelkonzerns auf den Markt, wie er in Paris mitteilte.

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Mit der Übernacht-Platzierung baut Kering seine Puma-Beteiligung auf 9,8 von 15,7 Prozent ab. Eine der beteiligten Banken teilte den Investoren mit, die Puma-Aktien würden wohl für je 74,50 Euro verkauft. Das wäre ein Abschlag von 4,6 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs von 78,10 Euro. Damit würde Kering rund 656 Millionen Euro erlösen.

Die Puma-Aktien haben ihren Kurssturz aus der Corona-Krise fast vollständig wettgemacht. Damals hatte ein Großteil der Sportartikelgeschäfte weltweit wochenlang geschlossen. Die Hersteller blieben auf den Waren sitzen, Puma und der größere Konkurrent Adidas besorgten sich milliardenschwere Hilfskredite vom Staat. Seit Mitte März hat sich der Kurs der Puma-Aktie im Nebenwerteindex MDax fast verdoppelt. Kering hatte seine Beteiligung an Puma 2018 auf knapp 16 von 86 Prozent reduziert. Größter Anteilseigner des Unternehmens aus Herzogenaurach ist Kering-Großaktionär Pinault mit 28,5 Prozent.

Quelle: ntv.de, ino/rts