Wirtschaft

Nach Nuss-Affäre in Flieger Korean-Air-Familie droht erneut Ärger

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Wird sich erneut unangenehme Fragen stellen lassen müssen: Korean-Air-Chef Cho (Archivfoto).

(Foto: REUTERS)

Sie lassen Flugzeuge wegen Nüssen umkehren und schütten Managern Wasser ins Gesicht: Die Mitglieder der Familie Cho, deren Oberhaupt die Fluglinie Korean Air leitet, kommen nicht aus den Negativschlagzeilen. Der neueste Vorwurf ist ebenfalls brisant.

Die Familie des Vorsitzenden der Fluglinie Korean Air hat es nicht leicht - nun lassen erneut schlechte Neuigkeiten den Haussegen schief hängen. Eine Firmensprecherin bestätigte Berichte südkoreanischer Medien, wonach Ermittler der Zollbehörde in den vergangenen Tagen die Zentrale und weitere Büros des Unternehmens durchsucht hätten. Die Familie von Korean-Air-Chef Cho Yang Ho stehe im Verdacht, Luxuswaren ins Land geschmuggelt zu haben. Korean Air kooperiere mit den Behörden. "Wir werden nach den Untersuchungen unsere Position öffentlich machen", sagte die Sprecherin.

Am Sonntag hatte sich Cho für das Verhalten seiner jüngsten Tochter Cho Hyun Min entschuldigt, weil sie während eines Geschäftstreffens dem Manager einer Werbefirma Wasser ins Gesicht geschüttet haben soll. Cho kündigte an, sowohl Hyun Min als auch ihre ältere Schwester Cho Hyun Ah würden von ihren Managerposten zurücktreten.

Nüsse führten zum Eklat

Die ältere Schwester hatte vor etwa drei Jahren mit einem Wutanfall in einem Flugzeug der Linie für einen Skandal gesorgt. Nach längerer Abwesenheit wegen der sogenannten Nussaffäre war sie in eine leitende Position beim Hanjin-Konzern zurückgekehrt, zu dem auch Korean Air gehört.

Cho Hyun Ah war im Dezember 2014 in einer Passagiermaschine in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin Nüsse in einer Tüte und nicht in einer Schale reichte. Als Folge eines Streits wurde das Flugzeug von der Startbahn auf einem Flughafen in New York wieder zum Gate gezogen. Cho wurde im Februar 2015 wegen Gefährdung der Luftfahrtsicherheit zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. In einem Berufungsprozess erhielt sie später eine Bewährungsstrafe.

Quelle: ntv.de, kst/dpa