Wirtschaft

Moskau braucht Geld für Haushalt Kreml droht mit Änderung von Gas-Lieferverträgen

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Laut Kreml-Sprecher Peskow könnten die Gas-Lieferverträge vollständig neu verhandelt werden, sollten die G7-Staaten eine Preisobergrenze einführen.

(Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP)

Die G7-Staaten wollen den Preis für russisches Gas begrenzen, Russland könnte als Reaktion darauf die Liefervertäge ändern. Wie genau, das lässt Kreml-Sprecher Peskow noch offen - man kenne die Pläne der G7 noch nicht. Klar ist aber, dass Russland das Geld braucht, um Löcher im Haushalt zu stopfen.

Sollten die G7-Staaten eine Preisobergrenze für russisches Gas festlegen, könnte Russland die Gas-Lieferverträge durch den Energiekonzern Gazprom ändern lassen. "Es hängt von der Richtung ab, von der Entscheidung, die Gazprom trifft. Wahrscheinlich wird die Frage aufgeworfen, ob die Bedingungen bestehender Verträge oder der Preis geändert werden sollen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten hatten sich zuvor darauf geeinigt, mögliche Preisobergrenzen für russisches Öl und Gas zu prüfen. Damit sollten die Möglichkeiten der russischen Regierung zur Finanzierung ihrer Invasion in der Ukraine eingeschränkt werden.

Peskow ging nicht näher darauf ein, ob es sich bei den Änderungen um eine Anpassung der Verträge an die vorgeschlagenen Obergrenzen oder um eine vollständige Überarbeitung der Vertragsbedingungen handeln könnte. Gazprom war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, ebenso nicht das Finanzministerium. Auf die Frage, wie sich die G7-Vorschläge zur Deckelung der Preise auf den Staatshaushalt auswirken könnten, sagte Peskow: "Wir wissen noch nicht, worum es sich handelt."

Obwohl Russland angesichts explodierender Energiepreise mehr verdient als vor der Invasion in der Ukraine, erwartet das Land für dieses Jahr ein Haushaltsdefizit von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, da es die soziale Unterstützung und die der Wirtschaft zum Ausgleich der Sanktionen erhöht. Nach Einschätzung von Natalia Orlova, Chefvolkswirtin bei der Alfa-Bank, benötigt Russland selbst bei diesem geplanten Haushaltsdefizit in diesem Jahr einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel, um seinen Haushalt auszugleichen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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