Wirtschaft

Griechen kaufen nur "Notwendiges" Krise lässt Weihnachtsgeschäft einbrechen

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Trotz festlicher Beleuchtung in Athen kommt bei den Einzelhändlern keine Feststimmung auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Vorweihnachtszeit ist für den Einzelhandel die wichtigste Zeit des Jahres, das gilt auch in Griechenland. Doch dieses Jahr gab es für die Händler keinen Grund zur Freude. Das Geschäft brach dramatisch ein - erneut.

Flaute im Advent: Der Umsatz der griechischen Händler im Weihnachtsgeschäft ist im sechsten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen. "2015 hatten wir ersten Schätzungen nach wieder ein Minus von 8,3 Prozent", sagte der Generalsekretär des Händlerverbandes Nikos Kougioumtzis im griechischen Fernsehen.

Im Vergleich zum Jahr 2009 gab es sogar einen regelrechten Einbruch von 42 Prozent, hieß es in einer ersten Schätzung des Instituts für Handel und Dienstleistungen.

Hauptgründe für den schlechten Umsatz seien die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Tatsache, dass die Griechen fast 50 Prozent ihres Einkommens wegen der hohen indirekten oder direkten Steuern verlieren, betonte der Generalsekretär des Händlerverbandes. Jeder vierte Grieche hat keinen Job.

Auch Lebensmittel bleiben im Regal

Am schwersten betroffen seien die Geschäfte mit Haushaltsgeräten sowie der Bereich Bekleidung und Schuhgeschäfte, wie das Institut für Handel und Dienstleistungen weiter erklärte. Sie weisen nach ersten Ergebnissen für 2015 einen Umsatzrückgang von 56,1 beziehungsweise 42,9 Prozent aus.

Auch der Bereich Lebensmittel musste demnach ein Minus von 19,9 Prozent einstecken. "Die Menschen kaufen eben nur das absolut Notwendige ein", sagte ein Filialleiter eines Supermarktes im Athener Stadtteil Patissia.  

Griechen feiern Weihnachten am 25. Dezember. Statt des Weihnachtsmanns bringt allerdings der heilige Vassilios den Kindern die Geschenke, allerdings erst in der Silvesternacht.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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