Wirtschaft

Bitcoin verliert heftig Kryptowährungen rauschen in die Tiefe

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Für Bitcoin geht es abwärts.

(Foto: PantherMedia / Andrey Nyrkov)

Für Bitcoin verläuft der Jahresauftakt unerfreulich, bisher geht es um zehn Prozent nach unten. Der Grund: Es sieht ganz danach aus, dass die US-Notenbank die Geldschwemme entschlossener eindämmen wird als bisher erwartet.

Für Kryptowährungen geht es weiter bergab. Bitcoin, die größte und älteste Cyber-Devise, verliert bis zu fünf Prozent auf 40.959 Dollar und markiert damit den niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten. Im November hatte der Kurs rund 69.000 Dollar erreicht, seitdem ging es knapp 40 Prozent in den Keller. Die zweitgrößte Kryptowährung Ether fällt in der Spitze um knapp neun Prozent auf 3129 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Ende September. Heftige Kursschwankungen sind bei Kryptos nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Seit Jahresbeginn kommen Bitcoin und Ethereum auf ein Minus von rund zehn beziehungsweise 14 Prozent. "Bitcoin hat seinen Weg ins Jahr 2022 verschlafen", sagt Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. Der Grund für die Kursverluste: Die US-Notenbank hat signalisiert, die Geldpolitik schneller und deutlicher zu verschärfen als bisher angenommen. Aus dem Protokoll der jüngsten Zinssitzung geht hervor, dass die Fed-Mitglieder die Inflationsentwicklung als höher und hartnäckiger einschätzen als bisher angenommen.

Für riskante Anlagen wie Bitcoin ist das keine gute Nachricht. Die Kryptowährung hatte im vergangenen Jahr noch rund 60 Prozent zugelegt und damit andere Anlageklassen deutlich geschlagen. Befeuert wurde die Spekulation durch die extrem lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken und die große Risikofreude vieler Anleger.

Doch wenn Notenbanken damit beginnen, die Liquiditätsschwemme zu beenden, wird es auch für den Bitcoin schwieriger. Vereinfacht ausgedrückt: Vielen Menschen dürfte dann das Spielgeld fehlen, um mit Kryptowährungen zu zocken.

Dazu passt, dass bei Schwächephasen im Aktienmarkt auch Kryptos deutlich an Wert verlieren. "Kryptowährungen haben von den massiven Geldspritzen der Fed profitiert", sagt Maley, Chef-Stratege von Miller Tabak + Co dem Finanz-Portal "Bloomberg". Das habe diese Anlagen zu schnell und zu hoch gepusht.

Quelle: ntv.de, jga/rts/dpa

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