Wirtschaft

IFO sieht Industrie in der Krise Kurzarbeit nimmt seit August wieder zu

Das IFO-Institut schätzt, dass die Zahl der Kurzarbeiter zwischen August und November von 76.000 auf 187.000 gestiegen ist.

Das IFO-Institut schätzt, dass die Zahl der Kurzarbeiter zwischen August und November von 76.000 auf 187.000 gestiegen ist.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Steigende Energie- und Produktionskosten zwingen bestimmte Industriezweige, wieder verstärkt auf Kurzarbeit zurückzugreifen. So ist die Zahl der Kurzarbeitenden besonders in der energieintensiven Auto- und Chemiebranche seit August wieder deutlich gestiegen. Ob sich der Trend im kommenden Jahr hält, ist noch unklar.

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland hat laut Schätzungen des IFO-Instituts seit dem Sommer deutlich zugenommen. Von August auf November legte sie demnach von 76.000 auf 187.000 zu, wie die Münchner Forscher mitteilten.

Basis sind IFO-Umfragen und Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Besonders die Industrie war betroffen: Dort stieg die Zahl der Kurzarbeiter von 59.000 auf 151.000 Beschäftigte. "Insbesondere die energieintensiven Industrien und die Automobilindustrie greifen wieder vermehrt zur Kurzarbeit. Dies steht im Einklang mit der zuletzt schwächelnden Produktion in diesen Branchen", erläuterte IFO-Experte Sebastian Link.

Laut den Forschern nahm die Zahl in der Autoindustrie von 14.100 auf 33.400 Menschen zu, in der Chemiebranche von 7400 auf 21.200. "Im Vergleich zu den letzten Corona-Wintern ist das Niveau der Kurzarbeit allerdings immer noch sehr gering", fügte IFO-Experte Link hinzu. Im November 2021 lag die Gesamtzahl bei 750.000 Kurzarbeitern.

Laut jüngsten Angaben der BA bezogen im September 157.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Ihre Zahl verdoppelte sich damit im Vergleich zum Vormonat.

Quelle: ntv.de, bek/rts

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