Wirtschaft

Ende der Traditionsfirma Holden Letzte australische Autofabrik schließt

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Auf dem Höhepunkt des Erfolgs beschäftigte der Autobauer Holden 24.000 Menschen.

(Foto: REUTERS)

Für die Menschen in Adelaide ist die Schließung des Holden-Werks ein schwerer Einschnitt. 1948 rollte hier das erste Auto in australischer Massenfertigung vom Band. Jetzt verlieren Hunderte ihre Jobs.

Nach 69 Jahren Autobau schließt in der australischen Stadt Adelaide das letzte Autowerk des Landes. Der zum General-Motors-Konzern gehörende Autobauer Holden baut seine Autos künftig in anderen Ländern, unter anderem in Europa, wie die Firma bekannt gab. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP und lokale Medien berichteten, kommen sie künftig unter anderem aus Deutschland.

General Motors (GM)
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Das letzte Auto, ein roter Viertürer mit Stufenheck, rollte am heutigen Freitag vom Band. Es soll in ein Museum kommen. GM verkauft die Holden-Modelle in anderen Ländern unter der Marke Chevrolet. Durch die Schließung verlieren 995 Menschen ihre Jobs.

Die Produktion in Adelaide wurde bereits seit 2013 zurückgefahren, rund 5000 Arbeitsplätze sind insgesamt weggefallen. "Hier gibt es eine Reihe von Leuten, die seit den 70ern hier arbeiten. Heute ist ein sehr emotionaler Tag für einige und ein sehr trauriger", sagte John Camillo von der Industriegewerkschaft AMWU. Die Gewerkschaft macht die Regierung für die Schließung verantwortlich - Subventionen für die Industrie gibt es seit 2014 nicht mehr.

Toyota und Ford machen es vor

Auch der japanische Autobauer Toyota und der US-Hersteller Ford haben ihre Werke in Australien bereits dichtgemacht - Ford vor rund einem Jahr, Toyota Anfang Oktober in Melbourne. Gründe sind der vergleichsweise kleine Absatzmarkt und die starke Konkurrenz von Werken in Asien.

Die Schließung des Holden-Werks im Norden von Adelaide im Bundesstaat South Australia ist das Ende einer Ära: Holden war 1856 als Sattlerei gegründet worden und stellte 1948 das erste Auto in Massenfertigung in Australien her. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges beschäftigte Holden 24.000 Menschen.

Quelle: n-tv.de, bvo/AFP/dpa

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