Wirtschaft

Änderung bei Organisation Lufthansa greift bei Eurowings durch

Ein Flugzeug der Airline Eurowings startet vom Flughafen Tegel. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

Die Airline war im vergangenen Jahr durch die Übernahme eines Teils von Air Berlin stark gewachsen.

(Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa)

Die Lufthansa versucht angesichts anhaltender Verluste ihrer Tochter Eurowings das Ruder herumzureißen: Künftig soll die Billigmarke nicht nur die Flotte vereinheitlichen und die Kosten senken, sondern auch nur noch Kurzstrecken in Europa abwickeln.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will mit einer einfacheren Struktur und der Konzentration auf das Kurzstrecken-Geschäft ihre Kosten deutlich senken. Bis 2022 sollen die operativen Kosten um 15 Prozent zurückgehen, teilte die Lufthansa mit. Während Eurowings künftig selbst nur noch die Kurzstrecken in Europa abwickelt, wird das Langstrecken-Geschäft künftig von Lufthansa gesteuert.

Die Produktivität will Eurowings steigern, indem sie sich in Deutschland auf eine Flugbetriebslizenz beschränkt. Die Eurowings-Flotte soll zudem auf Maschinen der A320-Familie vereinheitlicht werden. Eine geringere Komplexität und höhere Produktivität soll durch die Reduktion auf einen Flugbetrieb in Deutschland erreicht werden. Die belgische Tochter Brussels Airlines soll nicht in Eurowings integriert werden.

Eurowings war im vergangenen Jahr durch die Übernahme eines Teils von Air Berlin stark gewachsen. Die Airline macht jedoch Verlust, weil sie sich mit den Konkurrenten Ryanair, Easyjet und Wizz in Europa einen harten Preiskampf liefert. Vor gut einer Woche hatte der Lufthansa-Vorstand deshalb sein Gewinnziel für das laufende Jahr kappen müssen. Demnach dürfte der operative Gewinn, das bereinigte Ebit, 2019 im Konzern statt 2,4 bis 3,0 Milliarden nur noch 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen.

Quelle: n-tv.de, jki/rts

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