Wirtschaft

Reaktivierung beschlossen Lufthansa lässt Airbus A380 wieder abheben

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Noch im April hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der A380 in dem Konzern keine Zukunft mehr bescheinigt.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Ursprünglich befinden sich 14 Exemplare des weltgrößten Passagierjets A380 in der Lufthansa-Flotte. Bereits vor Corona gibt die Airline allerdings sechs Maschinen zurück, die übrigen infolge der Pandemie. Einige ausgemusterte Großraumflieger sollen wegen hoher Ticketnachfrage bald ein Comeback feiern.

Die Lufthansa nimmt wegen hoher Ticketnachfrage den ausgemusterten Großraumflieger Airbus A380 im Sommer 2023 wieder in Betrieb. Die Airline prüfe noch, wie viele ihrer aktuell noch 14 verfügbaren Maschinen wieder abheben sollen, teilte die Lufthansa mit.

Das beliebte Langstreckenflugzeug steht seit der Corona-Krise bei der Lufthansa an Standorten in Spanien und Frankreich am Boden. Sechs der 14 A380 seien schon verkauft, acht sollen bis auf Weiteres Teil der Flotte bleiben. Grund für die Reaktivierung des zweistöckigen Flugzeugs sind neben der hohen Nachfrage nach Flügen auch Lieferprobleme bei neubestellten Langstreckenflugzeugen von Boeing.

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Noch im April hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der A380 in dem Konzern keine Zukunft mehr bescheinigt. "Sie kommt bei Lufthansa nicht wieder", hatte er dem "Spiegel" gesagt. Im Mai schloss er zwar nicht gänzlich aus, einen Teil der acht verbliebenen Maschinen der Reihe wieder zu aktivieren - aber nur, falls sich die Nachfrage unerwartet stark erhole.

Die Lufthansa hatte schon vor der Corona-Krise den Verkauf einiger der Jumbos beschlossen, da diese mit ihren vier Triebwerken und hohem Kerosinverbrauch als unrentabel gelten. In der Corona-Krise beschloss die Airline, die A380-Flotte gar nicht mehr in Betrieb zu nehmen.

Trotz der anhaltenden Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie blickt die internationale Luftfahrt optimistisch nach vorn: Die Zahl der Fluggäste werde in diesem Jahr wieder 83 Prozent des Niveaus vor der Krise erreichen, prognostizierte der Luftfahrtverband IATA, der kürzlich in Doha in Katar zur Jahrestagung zusammenkam. Zwar dürften sich die Verluste der Fluggesellschaften in diesem Jahr noch auf 9,7 Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro) belaufen. Das sei jedoch eine "enorme Verbesserung" verglichen mit den beiden Vorjahren, die stark von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen geprägt waren, erklärte der Verband.

So beliefen sich die Verluste 2020 auf 137,7 Milliarden Dollar, im Jahr 2021 waren es noch 42,1 Milliarden Dollar. Nach dem Wiederanstieg der Passagierzahlen in diesem Jahr dürfte laut IATA dann im kommenden Jahr das Ziel, in die Gewinnzone zurückzukehren, wieder "in Reichweite" kommen.

Die Tagung in Doha dauert noch bis Dienstag. Ursprünglich sollte die Generalversammlung in Shanghai stattfinden, wegen der strikten Anti-Corona-Politik der chinesischen Regierung mussten die Teilnehmenden aber umdisponieren.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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