Wirtschaft

Ab dem SommerLufthansa will bei italienischer Ita die Mehrheit übernehmen

12.05.2026, 11:18 Uhr
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Ita hebt zukünftig unter dem Dach der Lufthansa ab. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit Anfang vergangenen Jahres hält die Lufthansa bereits mehr als 40 Prozent an der italienischen Fluggesellschaft Ita. Jetzt will der Vorstand des deutschen Konzerns den nächsten Schritt gehen. Doch bis zur vollständigen Übernahme fehlt noch eine Genehmigung.

Der Lufthansa-Konzern will bei der früheren italienischen Staats-Airline Ita bereits im Sommer die Mehrheit übernehmen. Nach der schnellsten betrieblichen Integration einer Airline in der Geschichte des Konzerns habe man entschieden, die entsprechende Option zu ziehen, sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns in Frankfurt. Der Lufthansa-Anteil wird damit auf 90 Prozent steigen.

Lufthansa hält seit Januar 2025 bereits 41 Prozent der Ita-Anteile. Weitere Schritte bis zur vollständigen Übernahme sind mit dem italienischen Staat vereinbart. Der Kaufpreis für die zweite Tranche beträgt fest vereinbarte 325 Millionen Euro. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Auch die restlichen zehn Prozent kann Lufthansa nach eigenen Angaben ab 2028 erwerben.

Als Ausgleich für Wettbewerbsnachteile der Konkurrenz mussten Lufthansa und Ita unter anderem Start- und Landerechte in Mailand und Rom abgeben. Die Aktionäre des MDax-Konzerns haben sich erstmals seit 2019 wieder zu einer Hauptversammlung in Präsenz versammelt. Auf dem Programm in der Frankfurter Messe stehen unter anderem Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Neben der geplanten Wiederwahl von Karl Gernandt stellen sich erstmals Bayer-Finanzchef Wolfgang Nickl und Ex-Eon-Chef Johannes Teyssen dem Votum der Aktionäre.

Teyssen soll im Anschluss an die Versammlung zum neuen Aufsichtsratschef in der Nachfolge von Karl-Ludwig Kley gewählt werden. Über diese Personalie entscheiden nicht die Anteilseigner, sondern der neue Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung, die ebenfalls für Dienstag geplant ist.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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