Wirtschaft

Kein Comeback nach Corona Maschmeyer sieht "Vollkatastrophe" kommen

imago0094661882h.jpg

Jedes zweite Startup werde die Krise nicht überleben, fürchtet Maschmeyer.

(Foto: imago images/Future Image)

Man müsse weder Hellseher noch Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie auf eine Rezession zusteuert: Davon ist Carsten Maschmeyer überzeugt - er fürchtet besonders um ganz bestimmte Unternehmen.

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Corona-Krise für Deutschland? Für Carsten Maschmeyer ist die Antwort klar: "Wir müssen alle mal begreifen, dass wir auf eine Vollkatastrophe zusteuern", sagte der Finanzunternehmer im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. Maschmeyer spricht in dem Interview von einem Ausmaß, "wie wir uns das überhaupt noch nicht im Wirklichen vorstellen können". Natürlich müssten die Menschen überleben, aber man brauche schließlich auch nach der Krise Geld, um weiter überleben zu können.

Er habe die Befürchtung, "dass wir nach dem Coronavirus ein Pleite- und Arbeitslosigkeits-Virus bekommen". Der einstige AWD-Chef, der in den letzten Jahren vor allem durch seine Auftritte bei "Die Höhle der Löwen" größere Bekanntheit erlangt hat, sieht das Land in eine gewaltige Rezession schlittern. Er schätze, dass jedes fünfte kleine Café, Kneipe oder Restaurant das "Comeback" nicht schaffen werde und "dass die Hälfte aller Startups verschwinden, dass ein Viertel der Kleinunternehmen am Markt verschwinden, die Großkonzerne gewinnen" werden.

Den Startups gehe es besonders schlecht, weil sie nicht profitabel seien und alles in Technik, Forschung und dergleichen investieren, so Maschmeyer. Viele Investoren fielen aus und daher fehle die Finanzierung. "Wir zerstören hier Zukunft, und es wäre gut, wenn den Startups noch mehr geholfen werden" könne, als das im Moment der Fall sei, sagte der Unternehmer, der selbst in einige Startups investiert hat.

Quelle: ntv.de, ino/spot