Wirtschaft

Nach Affäre mit Mitarbeiterin McDonald's-Chef muss Posten räumen

26 Jahre arbeitete Steve Easterbrook bei McDonald's, seit 2015 führte er das Unternehmen. Doch nun ist der Vorstandschef der US-Fastfoodkette seinen Job los. Der Brite soll mit einer Angestellten eine Beziehung gehabt haben. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Der Chef der US-amerikanischen Fastfoodkette McDonald's, Steve Easterbrook, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten entlassen worden. Das teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Der Brite, der seit 2015 an der Spitze der Marke stand, habe ein "schlechtes Urteilsvermögen" gezeigt, "indem er kürzlich eine einvernehmliche Beziehung mit einer Angestellten einging", heißt es in einem Statement. Damit habe Easterbrook die Unternehmensregeln verletzt.

Sein Nachfolger wird demnach Chris Kempczinski sein, der seit 2015 für die Firma arbeitet und bislang für das US-Geschäft mit seinen rund 14.000 Filialen zuständig war. Die Entscheidung über Easterbrooks Kündigung soll der Verwaltungsrat bereits am vergangenen Freitag nach einer gründlichen Überprüfung getroffen haben. Details über die Angestellte und ihre Beziehung zum geschassten CEO machte das Unternehmen nicht öffentlich.

Eastbrook, der bereits seit 1993 für McDonald's tätig war, soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einer E-Mail an das Personal "Fehler" eingeräumt haben. "Angesichts der Werte des Unternehmens stimme ich dem Vorstand zu, dass es Zeit für mich ist, weiterzugehen", schrieb er demnach. Der geschiedene Vater dreier Kinder sagte auch, dass seine Zeit als CEO "die erfüllendsten Jahre meines Berufslebens waren".

Laut einem Unternehmenssprecher sollen am Montag Details zu Easterbrooks Abfindungspaket veröffentlicht werden. Sein Gehalt war an den McDonald's-Aktienkurs gebunden. Der Höchststand im Jahr 2017 lag bei 21,8 Millionen US-Dollar, einschließlich 9,1 Millionen Dollar an anreizbasierten Vergütungen. Im letzten Jahr erhielt er eine Gesamtvergütung in Höhe von 15,9 Millionen Dollar.

Quelle: n-tv.de, lri

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