Wirtschaft

Zusammenhang mit Impfpflicht? Mehr Menschen aus Pflege sind arbeitssuchend

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Eine Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialwesen soll am 16. März in Kraft treten.

(Foto: dpa)

Im Dezember und Januar melden sich mehr Menschen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen arbeitssuchend als normalerweise. Allein 12.000 davon kommen aus der Pflege. Die Arbeitsagentur vermutet einen Zusammenhang mit der kommenden Impfpflicht in diesem Bereich.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt vor der Einführung einer einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen Bewegung auf dem Arbeitsmarkt fest. Aus dem Gesundheits- und Sozialsektor hätten sich im Dezember und Januar 25.000 mehr Menschen arbeitssuchend gemeldet als üblich, sagte Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach in Nürnberg.

Arbeitssuchend sind Menschen, die eine drohende Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur anzeigen, aber noch im Job sind, erläuterte ein Sprecher der Bundesagentur. Eine Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialwesen soll am 16. März in Kraft treten.

"Wir sehen schon eine Zunahme, aber insgesamt auf einem Niveau, was uns allen keine Sorgen machen muss", sagte Terzenbach. Er sprach von etwa 25.000 Personen aus dem gesamten Gesundheits- und Sozialsektor, die sich über das übliche Niveau hinaus arbeitssuchend gemeldet hätten, davon ungefähr 12.000 aus der Pflege.

Ob die erhöhte Zahl unter anderem auf entsprechende Aufrufe in sozialen Medien zurückzuführen ist, sei derzeit nicht bekannt. Eine Sprecherin der Bundesagentur erklärte, dass es in verschiedenen sozialen Medien Aufrufe gegeben habe, sich schon vor Inkrafttreten der Impfpflicht im Gesundheitswesen arbeitssuchend zu melden.

Für Aufsehen sorgte zuletzt auch eine Vielzahl von Zeitungsanzeigen angeblich arbeitssuchenden Pflegepersonals. Allerdings erweisen sich zumindest ein Teil dieser Anzeigen als gefälscht.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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