Wirtschaft

Erstmals seit 17 Jahren Mehr als 70 Prozent haben reguläre Jobs

125368578.jpg

Die Gewerkschaft IG Metall will reguläre Arbeitsverhältnisse fördern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Boom am deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht in den letzten zwölf Jahren einen konstanten Anstieg von "Normalarbeitsverhältnissen". Der Anteil kurzfristiger Beschäftigungen wie Minijobs und Zeitarbeit sinkt dagegen.

Der jahrelange Boom am deutschen Arbeitsmarkt bringt immer mehr Menschen in reguläre Jobs. Erstmals seit 17 Jahren waren 2018 mehr als 70 Prozent der Kernerwerbstätigen in einem "Normalarbeitsverhältnis" angestellt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Darunter versteht die Wiesbadener Behörde sozialversicherungspflichtige, unbefristete Arbeitsplätze mit mindestens 21 Wochenstunden - Zeitarbeit ist ausgeschlossen.

Der Anteil der Kernerwerbstätigen mit einem regulären Job habe damit erstmals seit 2002 die Marke von 70 Prozent überschritten. Zuvor war der Anteil gesunken - der Tiefstand lag im Jahr 2007 bei 65,4 Prozent. Als kernerwerbstätig gelten Beschäftigte zwischen 15 und 64 Jahren, die keine Ausbildung oder Freiwilligendienst absolvieren.

Derweil ging der Anteil atypischer Beschäftigungen wie Zeit- und Leiharbeit oder Mini-Jobs in Deutschland auf 20,1 Prozent im vergangenen Jahr zurück. Zugleich sank der Anteil der Selbständigen von gut 11 auf 9,3 Prozent. Da die lange Zeit brummende Konjunktur mehr Menschen in Beschäftigung gebracht hat, sind weniger aus der Not heraus zu Selbständigkeit gezwungen.

Quelle: n-tv.de, can/dpa

Mehr zum Thema