Wirtschaft

Abgespeckte Ausstattung Mercedes bietet wegen Chipkrise Preisnachlass an

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Kunden, die sich für eine reduzierte Ausstattung entscheiden, können laut Konzern nicht mit einer späteren Nachrüstung rechnen.

(Foto: picture alliance/dpa/Mercedes-Benz Ag - Global Commun)

Wegen des weltweiten Mangels an Elektronik-Chips kann Mercedes-Benz bei vielen Autobestellungen nicht die volle Ausstattung liefern. Kunden haben nun die Wahl: Sie können warten, vom Kaufvertrag zurücktreten oder auf einige Extras verzichten - zu einem günstigeren Preis, versteht sich.

Der Pkw-Hersteller Mercedes-Benz hat bestätigt, dass wegen der Chipkrise mitunter nicht alle Fahrzeuge mit der kompletten technischen Ausstattung ausgeliefert werden können. Betroffene Kunden könnten in solchen Fällen ihr bestelltes Auto mit einer reduzierten Ausstattung zu einem günstigeren Preis bekommen, sagte eine Sprecherin des Mercedes-Benz-Vertriebs. Sollte ein Kunde mit diesem Angebot nicht einverstanden sein, könne er vom Kaufvertrag zurücktreten, hieß es weiter.

Mercedes-Benz reagierte damit auf einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten", wonach eine Stornierung des Kaufs nicht möglich sei. Wer ein Auto mit der reduzierten Ausstattung abnimmt, kann nicht mit einer späteren Nachrüstung rechnen. Das sei aus technischen Gründen nicht immer möglich, hieß es vom Mercedes-Benz-Vertrieb. Wie viele bestellte Autos und welche Modelle wegen der Chipkrise nun mit der abgespeckten Ausstattung vom Band gehen, blieb offen. Die Kunden dürften auch auf ihr Auto warten, bis die gewünschte Ausstattung möglich sei, so die Sprecherin.

In modernen Autos steckt jede Menge Elektronik. Die weltweiten Probleme beim Nachschub von Elektronik-Chips zwingen die Autokonzerne zurzeit zur Produktion auf Halde - unfertige Fahrzeuge werden abgestellt und dann nachgerüstet, wenn die Teile da sind. Das betrifft auch Mercedes-Benz. Eine Sprecherin bestätigte zuletzt, dass auch Fahrzeuge wegen des Lieferengpasses an bestimmten Halbleiterkomponenten zeitweise zwischengelagert würden.

Diesen Weg gehen auch die Lkw-Kollegen: Der Vorstandschef von Daimler Truck, Martin Daum, sagte vor Journalisten, Auslieferungen von Lkw mit fehlenden Teilen seien "eher nicht der Fall". Im Lkw-Bereich gebe es weniger "Luxusverbauungen" wie beispielsweise Lautsprecheranlagen als bei den Pkw. Daimler Truck gehe bei der Chipkrise bewusst den Weg der Halde.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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