Wirtschaft

Pilotprojekt in Schweden Mercedes testet rabattlosen Autoverkauf

Die Folgen der Dieselaffäre belastet Daimler.

Die Mercedes-Benz Niederlassung in Stuttgart.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für Daimler ist es ein Test: Der Autobauer verkauft in Schweden seine Fahrzeuge nun zu einem einheitlichen Preis - egal ob beim Online-Kauf oder beim klassischen Vertrieb. "Der Preis ist fix", sagt Vertreibsvorstand Seeger. Offenbar kommt das gut an.

Der Autohersteller Daimler testet in einem Pilotprojekt den Autoverkauf mit einem einheitlichen Preis - ohne jeden Rabatt. "In Schweden probieren wir gerade ein Direktvertriebsmodell aus, da gibt es nur noch einen einheitlichen Preis, egal ob der Kunde sein Fahrzeug online kauft oder auf dem klassischen Weg", sagt Vertriebsvorstand Britta Seeger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Laut Seeger kommt das Projekt sehr gut an. "Die Kunden brauchen sich keine Gedanken zu machen, ob sie gut oder schlecht verhandeln - der Preis ist fix, es hängt nicht von meinem Verhandlungsgeschick ab, was ich für den Wagen bezahle. Diese Verlässlichkeit beim Preis ist Kunden sehr wichtig."

Die Daimler-Managerin hält es für einen "natürlichen Prozess", dass nach dem Handel mit Gebrauchtwagen auch der Neuwagenkauf ins Internet abwandert. "Nach allem, was wir an Erkenntnissen aus der Marktforschung haben, rechnen wir damit, dass 2025 jedes vierte Auto von Mercedes-Benz online verkauft wird", sagte sie der Zeitung. "Ich bin sicher, dass künftig Kaufentscheidungen häufiger zuhause getroffen werden."

Quelle: ntv.de, ghö/DJ