Wirtschaft

Anleger bekommen auf die Ohren Milliardär rettet Bang & Olufsen

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Beosound von Bang & Olufsen

Der Name Bang & Olufsen steht für Unterhaltungselektronik in edlem Design. Der Name Bang & Olufsen steht seit mehreren Jahren aber auch für Verluste. Rettung kommt nun aus China.

Die Aktien des angeschlagenen dänischen Elektronikhersteller Bang & Olufsen haben im Freitagshandel einen Kurssprung vollführt. In Frankfurt gewannen die Titel zeitweise rund 8 Prozent. Den Grund dafür sahen Marktteilnehmer in einem neuen Großaktionär.

Bang & Olufsen
Bang & Olufsen 4,45

Der chinesische Milliardär Qi Jianhong hatte den Angaben zufolge am Donnerstag 13,1 Prozent der Anteile gekauft. Er hält nun gemeinsam mit einer von ihm kontrollierten Gesellschaft insgesamt 18,7 Prozent an Bang & Olufsen. Das ist mehr als jeder andere Einzelaktionär.

Qi sagte, er sei "sehr glücklich" über den Zukauf. Er bekräftigte zugleich sein Interesse, Bang & Olufsen ganz zu übernehmen: "Wir könnten in der Zukunft versuchen, Mehrheitseigner zu werden, indem wir ein Übernahmeangebot für alle Aktien des Unternehmens abgeben."

Seit Jahren in der Krise

Bang & Olufsen ist für seine Kopfhörer, Lautsprecher, Fernseher und Stereoanlagen in edlem Design berühmt. In den vergangenen drei Geschäftsjahren musste das Unternehmen jeweils Verluste verbuchen. Der Firma gelang es nicht, eine jüngere Kundschaft für sich zu gewinnen, die Musik lieber über das Smartphone hört.

Im März teilte Bang & Olufsen mit, dass die Fernsehgeräte der Marke künftig vom südkoreanischen Unternehmen LG Electronics produziert würden. Dies soll jährliche Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Kronen - etwa 20 bis 27 Millionen Euro - bringen.

Quelle: ntv.de, bad/AFP

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