Wirtschaft

Hälfte des Marktwerts verloren Mitsubishi traut sich keine Prognose mehr zu

0aed8388d116dbd1092c1e8e63d4e6ff.jpg

Das Headquarter von Mitsubishi Motors in Tokio.

(Foto: REUTERS)

Der von einem Skandal um manipulierte Verbrauchswerte erschütterte japanische Autobauer Mitsubishi Motors gibt vorerst keine Prognose für das am 1. April begonnene Geschäftsjahr ab. Bis jetzt ist schon die Hälfte des Marktwertes verloren.

Mitsubishi Motors
Mitsubishi Motors 2,36

Der Fahrzeughersteller Mitsubishi Motors traut sich wegen teils manipulierter Verbrauchsdaten und den noch nicht absehbaren Konsequenzen keine Prognose für das neue Geschäftsjahr zu. Mitsubishi hatte vergangene Woche eingeräumt, dass Verbrauchswerte bei vier in Japan produzierten Fahrzeugmodellen manipuliert wurden. Zwei dieser Baureihen wurden für Nissan hergestellt und auch unter dessen Marke verkauft. In den USA, Europa und wahrscheinlich im Großteil Asiens sollen die Verbrauchstests nach derzeitigem Stand der Dinge korrekt gewesen sein.

Besagte Test sollen bereits seit 1991 im Einsatz sein. Außerdem stellte Mitsubishi Daten für bestimmte in Japan verkaufte Kleinstwagen bereit, die aus Berechnungen und nicht aus tatsächlichen Tests gewonnen wurden.

Seit Mitsubishi dieses Fehlverhalten vergangene Woche eingeräumt hat, hat das Unternehmen gut die Hälfte seines Marktwerts verloren.

Das Ende März zu Ende gegangene Geschäftsjahr schloss Mitsubishi unter den Erwartungen ab. Der Nettogewinn ging um nahezu ein Viertel auf 89,1 Milliarden japanische Yen zurück. Hier schlugen vor allem die Kosten für die Schließung eines Werks in den USA zu Buche. Analysten hatten mit im Mittel 100,72 Milliarden Yen deutlich mehr erwartet.

Quelle: ntv.de, ppo/DJ